Der gescheiterte Traum vom Gross-Luzern

  • Samstag, 3. Dezember 2011, 12:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 3. Dezember 2011, 12:03 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 3. Dezember 2011, 17:15 Uhr, DRS 4 News
    • Sonntag, 4. Dezember 2011, 17:15 Uhr, DRS Musikwelle

Beiträge

  • Der gescheiterte Traum vom Gross-Luzern

    Seit der Fusion mit Littau hat die Stadt Luzern rund 80'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Mit weiteren Fusionen hätte die Bevölkerung auf 150'000 wachsen und Luzern zur viertgrössten Stadt in der Schweiz werden sollen. Daraus wird nichts.

    Diese Woche haben die Agglomerationsgemeinden Kriens und Ebikon mit 70 Prozent und Adligenswil sogar mit 93 Prozent Nein Fusionsverhandlungen abgelehnt. Die Gegner punkteten vor allem mit der Angst vor dem Verlust der lokalen Identität.

    Miriam Eisner

  • Gefährden Fusionen die lokale Identität?

    Die Angst vor Fremdbestimmung und vor dem Verlust des Dorf- oder Quartier-Charakters wird bei Fusionsdiskussionen immer wieder ins Feld geführt. Das Beispiel Glarus, wo anfangs Jahr aus 25 Gemeinden 3 wurden, zeigt, dass sie weitgehend unbegründet ist.

    Ein Augenschein in Näfels, das jetzt zur Grossgemeinde Glarus-Nord gehört, beweist es: Die Leute hier fühlen sich nach wie vor als Näfelserinnen und Näfelser; im Alltag habe sich kaum etwas geändert, das Leben gehe weiter wie vor der Fusion.

    Silvio Liechti

  • Risiken einer chancenlosen Bundesratskandidatur

    Die drei SVP-Politiker Jakob Stark (TG), Hannes Germann (SH) und Heinz Tännler (ZG) waren bei der parteiinternen Ausmarchung fürs Bundesrats-Ticket chancenlos. Kurz im Rampenlicht, dann in der Versenkung - nützt oder schadet das einem Politiker?

    Polit-Berater Iwan Rickenbacher sieht keine allgemeingültige Regel: So sei die St.Gallerin Karin Keller-Sutter mit dem Rückenwind ihrer Bundesratskandidatur elegant in den Ständerat gewählt worden, während Rita Roos nach einer gescheiterten Bundesratskandidatur als St.Galler Regierungsrätin abgewählt wurde.

    Roger Steinemann

  • Hartnäckiges Demo-Grüppchen in Brugg

    Seit Fukushima demonstrieren in Brugg Tag für Tag, bei Wind und Wetter, ein paar Leute vor dem Sitz der Ensi, der Aufsichtsbehörde für Atomanlagen. Sie führen ihren Kampf mit Konsequenz und Hartnäckigkeit, aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

    160 Mal stand das kleine Grüppchen mit seinen Fahnen und Transparenten bereits vor dem Ensi-Eingang. Das Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein. Man wolle vor der Atomkraft warnen, bis sämtliche Anlagen in der Schweiz abgeschaltet seien.

    Alex Moser

  • "Ja, Tschumple findt de Müller läss..."

    Das Zürcher Stimmvolk verlangte in einer Volksabstimmung im Frühling, dass im Kindergarten wieder Dialekt gesprochen wird. Jetzt wurden die entsprechenden Lehrpläne angepasst: Ganz verschwindet das Hochdeutsch nicht aus den Kindergärten.

    Zum Beispiel dürfen hochdeutsche Lieder nach wie vor hochdeutsch gesungen werden. Das ist gut so, findet unser Zürcher Korrespondent, nachdem er mit Kindern ausprobiert hat, wie "Das Wandern ist des Müllers Lust" züritüütsch tönen könnte.

    Michael Hiller

Moderation: Roger Steinemann, Redaktion: Christoph Brander