Citigroup erhält weitere Milliardenhilfe

Die US-Regierung eilt der angeschlagenen US-Bank Citigroup mit einer 20 Milliarden-Finanzspritze sowie Bürgschaften in Höhe von gut 300 Milliarden Dollar zu Hilfe.

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Auch die UBS könnte auf weiteres Geld vom Bund angewiesen sein.

Turin leidet unter der Finanzkrise: Mit dem Einbruch beim Autoverkauf kämpft auch der Autohersteller Fiat mit massiven Problemen.

Die Schweiz nimmt die Verhandlungen mit der EU über den Agrarfreihandel auf; das gefällt den Bauern gar nicht.

Beiträge

  • US-Regierung hilft Citigroup

    Die Ankündigung der US-Regierung, sie wolle den Finanzgiganten Citigroup retten, lässt an den europäischen Börsen die Aktien verschiedener Banken steigen.

    An der Schweizer Börse gewann die Aktie der Grossbank UBS zehn Prozent, jene der Credit Suisse 8,2 Prozent. Auch die Papiere der Privatbanken und der Versicherer legten etwas zu.

    Die Zuversicht, dass die Schweiz keine Grossbrank Konkurs gehen lasse, habe sich positiv auf die Börsengeschäfte ausgewirkt, erklärten Händler. Zur positiven Stimmung habe auch dazu beigetragen, dass die USA die Grossbank Citigroup mit 326 Milliarden Dollar stützen wollen.

  • Venezuelas Opposition im Vormarsch

    In Venezuela kann die Opposition bei den Provinz- und Lokalwahlen einen Teilerfolg verbuchen.

    Überraschend geht das Bürgermeisteramt in der Landeshauptstadt Caracas an die Gegner von Hugo Chávez. Ausserdem behalten sie die Kontrolle über die öllreiche Provinz Zulia.

    Die Bewegung von Präsident Chávez setzte sich aber in 17 von 22 Provinzen durch.

    Die Wahlen galten als Stimmungstest für Hugo Chávez. Dieser möchte die Verfassung ändern, um auf Lebenszeit im Amt zu bleiben.

    Ulrich Achermann

  • Braucht UBS weitere Hilfe?

    Die Schweizer Grossbank UBS könne im Notfall mit weiterer Staatshilfe rechnen, erklärte am Wochenende der Chef der Eidgenössischen Bankenkommission, Daniel Zuberbühler. Experten staunen über diese Aussage.

    Zuberbühler erklärte, «nüchtern betrachtet» sei nicht auszuschliessen, dass der Staat nochmals einspringen müsse. Die Kunden und Gegenparteien sowie die ganze Volkswirtschaft müssten sich darauf verlassen können, dass eine Grossbank nicht untergehe. Kritisiert an Zuberbühlers Aussage wird, dass dadurch neue Unsicherheiten geschürt würden. Das sei aber genau das, was im Moment um jeden Preis verhindert werden sollte.

    Manuel Rentsch

  • Auch Fiat kämpft mit der Krise

    In den USA kämpfen die Giganten GM, Ford und Chrysler ums Überleben, doch auch europäische und japanische Hersteller drosseln ihre Produktion wegen der Finanzkrise. So auch Fiat.

    Die Krise der Autobranche gefährdet mittlerweile weltweit hunderttausende von Arbeitsplätzen und hat Konsequenzen für ganze Volkswirtschaften. In Europa ist die Flaute vor allem für Turin und die dortige Autoindustrie ein Problem. Damit ist auch ganz Italien betroffen.

    Rolf Pellegrini

  • Umstrittene Freilassung von RAF-Terrorist

    Christian Klar, der ehemalige Terrorist der Roten Armee Fraktion (RAF), soll am 3. Januar auf Bewährung frei kommen. Dies hat das Stuttgarter Oberlandesgericht entschieden.

    Christian Klar hat 26 Jahre im Gefängnis wegen neunfachen Mordes und elffachen Mordversuchs verbracht. Er war mehreren Morden beteiligt, darunter auch jene an Arbeitgeber-Präsident Hanns-Martin Schleyer, an General-Bundesanwalt Siegfried Buback sowie an der Ermordung des Bankiers Jürgen Pronto.

    Formal ist die Freilassung legal. Doch in der Bevölkerung regt sich Widerstand. Denn der RAF-Terrorist Christian Klar hat nie Reue gezeigt.

    Ursula Hürzeler

  • Feilschen um die Agrarpolitik

    Bundesrätin Doris Leuthard will ein Agrarfreihandels-Abkommen mit der EU, um im Gegenzug die Schweizer Industrie zu stärken. Damit sind die Bauern nicht einverstanden.

    Die Schweizer Bauern befürchten Einkommenseinbussen von bis zu 50 Prozent, wie sie sagen. Die grossen Mehrheit der Bauern ist deshalb gegen ein solches Freihandelsabkommen mit EU. Trotzdem hat Bundesrätin Leuthard die Gespräche mit EU nun aufgenommen.

    Priscilla Imboden

  • Kein Prestige-Turm für Basel

    In Basel wird kein Büroturm von 154 Metern Höhe gebaut. Der Pharma-Konzern Roche verzichtet auf den Prestigebau, den das Architekten-Team Herzog & De Meuron geplant hatte.

    Der Turm wäre mit seinen 154 Metern das höchste Gebäude der Schweiz geworden. Den Rückzug begründet Roche damit, dass der Turm «wesentliche funktionale Bedürfnisse» des Konzerns nicht erfülle. So habe das Gebäude unter anderem zu wenig Sitzungszimmer. Statt dem Turm plant Roche nun ein Alternativprojekt.

    Beat Giger

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Christoph Wüthrich