Gesuche für zwei neue AKW eingereicht

Die Strom-Konzerne BKW und Axpo wollen an ihren alten AKW-Standorten neue Werke bauen. Am Donnerstag haben sie Gesuche für eine Rahmenbewilligung eingereicht.

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Die Credit Suisse will nach einem neuen Milliardenverlust 5300 Stellen streichen, rund 650 davon in der Schweiz.

Die UBS und Credit Suisse müssen nach dem Schock der Finanzkrise ihre Sicherheitspuffer deutlich erhöhen.

Rund 500 Personen haben in Stans gegen ein Atomendlager am Wellenberg protestiert.

Beiträge

  • Neue Gesuche für Atomkraftwerke

    Die beiden grossen Stromkonzerne, die Ostschweizer Axpo und die Berner BKW, haben Gesuche für den Bau zweier neuer Atomkraftwerke eingereicht. Gegen die Pläne formiert sich Widerstand.

    Axpo und BKW wollen die bestehenden Atomkraftwerke in Beznau/AG und Mühleberg/BE ersetzen. Bereits vor einigen Monaten hatte Atel ein Gesuch eingereicht als Ersatz für das Werk Gösgen.

    Damit ist ein Wettstreit um Atomkraft zwischen den Stromriesen entbrannt. Die Schweiz brauche keine drei neuen Atomwerke, meinen selbst Befürworter der Atomkraft.

    Widerstand gegen drei Atomkraftwerke formiert sich auch bei der Linken. Die Grünen riefen zu einer Protestkundgebung auf dem Bundesplatz auf. Und die SP Schweiz bezeichnete die AKW-Pläne als weltfremd.

    Nathalie Christen

  • Droht der Schweiz eine Stromlücke?

    In der Schweiz formiert sich Widerstand gegen drei neue AKW: Die Rechte befürwortet zwar den Atomstrom, will aber höchstens zwei neue Werke. Die Linke und die Grünen sind grundsätzlich dagegen. Und die Stromriesen warnen vor einer Stromlücke.

    Die Stromproduzenten betonen seit längerem, die Schweiz riskiere eine Lücke in der Stromversorgung, wenn keine neuen Atomkraftwerke gebaut würden.

    Eine erwiesene Tatsache oder einfach nur eine Drohung? Die Frage geht an Wirtschaftsredaktorin Priscilla Imboden

    Daniel Schmidt

  • Stellenabbau bei der CS

    Die Credit Suisse streicht wegen der Finanzkrise rund 650 Stellen in der Schweiz. Weltweit plant die CS gar, elf Prozent ihrer Stellen abzubauen, das sind rund 5300 Arbeitsplätze.

    Ausserdem gab die zweitgrösste Schweizer Bank einen neuen Verlust von drei Milliarden Franken bekannt.

    Die Arbeitnehmer-Verbände des Banken-Sektors reagieren enttäuscht auf den grossen Stellen-Abbau bei der CS. Der Kaufmännische Verband KV Schweiz fordert, dass möglichst viele Stellen in der Schweiz durch interne Weiterbeschäftigung erhalten werden.

    Der Banken-Personalverband rechnet damit, dass in der Banken-Branche noch mehr Stellen gestrichen werden.

    Thomas Rüst

  • Strengere Regeln für Banken

    Die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse müssen künftig mehr Eigenmittel haben. Die Banken müssen ein Eigenkapital von mindestens drei Prozent der Bilanzsumme aufweisen. Dies fordert die Eidgenössische Bankenkommission EBK.

    Wegen der Finanzkrise gibt die EBK den Grossbanken fünf Jahre Zeit, diese Vorgabe zu erfüllen.

    Die neuen Bestimmungen sind deutlich strenger als in anderen Ländern. Damit soll verhindert werden, dass sich die Grossbanken zu stark bei risikoreichen Geschäften engagieren.

    Manuel Rentsch

  • Kritik an Merkels Konjunkturplänen

    In Deutschland hat die Opposition Bundeskanzlerin Angela Merkel Versagen bei der Bekämpfung der Finanzkrise vorgeworfen. Merkels Politik des Abwartens wird als «ängstlich und versteinert» kritisiert.

    Welche Massnahmen zu treffen sind, darüber ist sich die Opposition allerdings nicht einig: Die FDP fordert Steuersenkungen und hält nichts von den Konsumgutscheinen der SPD. Die Grünen fordern höhere Sätze bei Hartz IV und eine Entlastung der niedrigen Einkommen.

    Die Konjunkturmassnahmen der schwarz-roten Regierung in Deutschland betreffen indirekt auch die Schweiz. Kein anderes Land ist für die Schweizer Exportindustrie derart wichtig wie unser nördliches Nachbarland.

    Ursula Hürzeler

  • Widerstand gegen Endlager am Wellenberg

    Zweimal hat das Stimmvolk im Kanton Nidwalden Nein zu einem Atommüllager im Wellenberg gesagt. Und jetzt steht dieser Standort doch wieder zur Diskussion.

    Am Mittwoch informierten in Stans Exponenten des Bundes und der Nagra, der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle, über das weitere Vorgehen. Es gab erboste Proteste aus der Bevölkerung. Die Demokratie werde mit Füssen getreten.

    Romano Cuonz

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Klaus Bonanomi