Kritik an Flüchtlingspolitik nach Dublin-Abkommen

Die Flüchtlingshilfe kritisiert den schweizerischen Umgang mit dem Dublin-Verfahren. Asylsuchende würden ohne Einhaltung einer Beschwerde-Frist abgewiesen.

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Die Bank Julius Bär, grösste Vermögensverwalterin der Schweiz, macht noch 300 Millionen Gewinn. Experten haben ein schlechteres Semesterergebnis erwartet.

George Mitchell, Nahost-Beauftragter von Präsident Obama, ist in der Krisenregion unterwegs. Er trifft auf die alten verhärteten Positionen.

Beiträge

  • Kritik an der Rückführung von Flüchtlingen

    Wer in einem anderen europäischen Land schon einmal ein Asylgesuch gestellt hat, kann von der Schweiz dorthin zurückgeschickt werden. Die Schweiz muss das Asylgesuch gar nicht erneut prüfen.

    So will es das Dublin-Abkommen, das auch die Schweiz unterzeichnet hat und welches das Asylverfahren beschleunigen soll.

    Doch nun kritisiert die Schweizerische Flüchtlingshilfe, dass Flüchtlinge oftmals zu schnell ausgewiesen würden. So könnten sie gar nicht von ihrem Rekursrecht Gebrauch machen.

    Christine Wanner

  • Couchepin-Nachfolge lässt Politiker nicht ruhen

    Seit dem Rücktritt von Bundesrat Pascal Couchepin werden Namen für seine Nachfolge kolportiert, Kandidaten nominiert und Strategien erörtert. Unklar ist weiterhin, ob ein FDP- oder ein CVP-Kandidat die Wahl am 16. September schaffen wird.

    SVP-Präsident Toni Brunner glaubt gemäss «SonntagsZeitung», dass die CVP mit links-grün schon eine Absprache getroffen hat, um Urs Schwaller zu wählen. Geschehe dies tatsächlich, drohte Brunner mit der Opposition.

    Für DRS-Bundeshauskorrespondentin Nathalie Christen tönt die Oppositionsdrohung der SVP aber etwas gar nach «Sommergeplänkel». Derzeit stünden die Chancen, dass ein FDP-Kandidat gewählt werde, «zumindest nicht schlechter» als auch schon. Für die SP sei ein FDP-Kandidat in gesellschaftlichen Fragen eher auf ihrer Linie als ein CVP-Kandidat. Es sei keineswegs sicher, dass die SP für die CVP stimmen werde.

    Nathalie Christen

  • Privatbank Julius Bär trotzt der Krise

    Boris Collardi ist gerade mal 35 Jahre alt und schon Chef einer der grössten Vermögensverwalterinnen der Schweiz: der Privatbank der Julius Bär-Gruppe.

    Nun hat sich Boris Collardi erstmals den Medien gestellt und erklärt, wie er seine Bank durch die Finanzkrise steuern will.

    Eveline Kobler

  • Keine Fortschritte im Nahost-Friedensprozess

    In Kairo streckte US-Präsident Obama der muslimischen Welt die Hand aus und versprach eine neue Ära der amerikanisch-arabischen Beziehungen mit mehr Respekt und gegenseitigem Vertrauen. Das war vor einigen Wochen.

    Doch die Hoffnungen auf eine Aufweichung der Fronten im verhärteten Nahost-Konflikt wurden bisher enttäuscht. Nun unternimmt Obamas Nahost-Beauftragter George Mitchell einen neuen Anlauf.

    Was darf von dieser Reise erwartet werden? Gibt es Anzeichen für Fortschritte? Einschätzungen von Auslandredaktorin Karin Wenger.

    Daniel Schmidt

  • Schweizer Rezepte taugen nicht für Kaliforniens Politik

    Der monatelange und erbitterte Streit ums Budget im US-Bundesstaat Kalifornien ist zu Ende. Doch das 23 Milliarden Dollar grosse Finanzloch wurde nicht wirklich gestopft, sondern bloss mit buchhalterischen Tricks überdeckt.

    In einem Jahr dürfte Kalifornien wieder vor den genau gleichen Problemen stehen.

    Die Finanzmisere hat auch mit dem besonderen politischen System des Bundesstaates zu tun, in dem Parlament und Regierung nur einen relativ kleinen Spielraum haben. In der kalifornischen Politik spielt die direkte Demokratie eine wichtige - und problematische Rolle.

    Max Akermann

  • Mangelware Süsswasser

    Wasser ist überall im Süden knapp - besonders im Sommer, wenn die Sonne das Land versengt, und wenn Millionen von Touristen gerade diese Sonne suchen und damit den Wasserverbrauch zusätzlich hochtreiben.

    In der Nähe von Barcelona ist nun die grösste Meerwasser-Entsalzungs-Anlage Europas eingeweiht worden. Doch auch mit dieser Anlage ist das Problem des Wassermangels nicht nachhaltig gelöst.

    Alexander Gschwind

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Christoph Wüthrich