Stelldichein am WEF in Davos

Heute wird das Weltwirtschaftsforum eröffnet, mehr als 2500 illustre Gäste aus der Wirtschaftswelt werden in Davos erwartet. Doch einige der in früheren Jahren anwesenden Stammgäste fehlen diesmal.

Weitere Themen:

Novartis weist für 2008 einen Rekordgewinn in Höhe von 8,2 Milliarden Dollar aus, das freut Konzernchef Daniel Vasella.

Bei Scheidungen soll künftig das gemeinsame Sorgerecht für die Kinder die Regel sein, so will es der Bundesrat.

Russland stationiert nun doch keine Raketen in Kaliningrad und begründet dies mit dem neuen US-Präsidenten Barack Obama.

Beiträge

  • Prominente Abwesende am WEF

    Nicht alle, die vor einem Jahr auf den Podien des World Economic Forums (WEF) ihre Ansichten und Analysen verkündeten, tun dies auch dieses Jahr. Einige prominente Stammgäste fehlen am WEF 2009.

    So etwa der ehemalige UBS-Präsident Marcel Ospel. Er ist jedoch nicht der einzige, der wegen der Finanzkrise am Weltwirtschaftsforum nichts mehr zu sagen hat.

    Das 39. Weltwirtschaftsforum, das heute in Davos beginnt, steht unter dem Motto «Die Welt nach der Krise gestalten». Das Hauptthema der nächsten fünf Tage ist die Finanz- und Wirtschaftskrise.

    Beat Soltermann

  • Luftraum über Davos wegen WEF gesperrt

    Für die Schweizer Luftwaffe ist der Einsatz am World Economic Forum (WEF) in Davos jedes Jahr eine grosse Bewährungsprobe. Aus Sicherheitsgründen ist der Luftraum über dem Austragungsort weiträumig gesperrt.

    Die Schweizer Luftwaffe gewährleistet in Zusammenarbeit mit Österreich die Sicherheit über Davos und führt Überwachungsflüge und Lufttransporte durch. Der Luftraum ist vom 27. Januar bis am 2. Februar durchgehend gesperrt.

    Für die Schweizer Luftwaffe ist der diesjährige Einsatz am WEF ein besonderer. Denn noch in diesem Jahr entscheidet der Bundesrat über die Beschaffung eines neuen Kampfjets als Teilersatz für die bald 30-jährigen Tiger-Kampfflugzeuge.

    Fredy Gasser

  • Bundesrat verschiebt IV-Abstimmung

    Der Bundesrat verschiebt die Volksabstimmung über die Erhöhung der Mehrwertsteuer zugunsten der IV vom 17. Mai auf den 27. September. Der Grund: Er möchte nicht alleine für die Steuererhöhung kämpfen müssen.

    Der Invalidenversicherung (IV) geht es nicht gut. Deshalb ist für den Bundesrat klar, die Mehrwertsteuer muss erhöht werden. Doch eine Steuererhöhung in einer Rezession vorzuschlagen finden viele Politiker gewagt. Und die Landesregierung braucht die Unterstützung der wichtigsten Parteien und Verbände dazu.

    Nathalie Christen

  • Eltern sollen gemeinsam für Kinder sorgen

    Lässt sich ein Paar mit Kindern scheiden, sollen künftig in der Regel beide Elternteile das Sorgerecht haben. Diese geplante Neuerung im Zivilgesetzbuch soll auch für unverheiratete Paare gelten.

    Damit will der Bundesrat erreichen, dass Kinder auch nach einer Trennung der Eltern optimale Voraussetzungen haben.

    Missbrauch der heutigen Rechtslage Zwar kann auch heute das Sorgerecht bei geschiedenen oder unverheirateten Paaren nicht nur alleine der Mutter oder dem Vater, sondern beiden Elternteilen zugesprochen werden. Dem müssen jedoch beide Seiten zustimmen. Kritiker der heutigen Rechtslage sagen aber, diese Regelung werde oft missbraucht.

    Monika Binotto

  • Vasella genehmigt sich eine Lohnerhöhung

    Novartis-Konzernchef und VR-Präsident Daniel Vasella hat im letzten Jahr rund 20,5 Millionen Franken verdient. Gegenüber dem Vorjahr stieg Vasellas Entschädigung damit um ein Fünftel.

    Das geht aus dem neuesten Geschäftsbericht des Pharmakonzerns hervor. Der Novartis-Chef profitierte vom sehr guten Ergebnis des Basler Pharmariesen.

    Novartis mit Rekordgewinn

    Der Reingewinn stieg im letzten Jahr um ein Viertel auf 8,2 Milliarden Dollar. Vom Ergebnis sollen auch die Aktionäre profitieren: Der Novartis-Verwaltungsrat schlägt eine Erhöhung der Dividende um ein Viertel vor.

    Keine Spur von Krise

    Der Pharmakonzern scheint krisenresistent zu sein. Novartis ist im vergangenen Jahr überall gewachsen, nur nicht in den USA. Auch für das nächste Jahr geht Novartis von einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich aus.

    Sabine Manz

  • Hans W. Kopp gestorben

    Hans W. Kopp, der Ehemann von Alt Bundesrätin Elisabeth Kopp, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Das bestätigte der Gemeindeschreiber von Kopps Wohnortsgemeinde Zumikon im Kanton Zürich.

    Hans W. Kopp, der bereits Anfang der 1980er Jahre der Öffentlichkeit als Jurist ein Begriff war, erlangte nationale Berühmtheit, als seine Frau 1989 aus dem Bundesrat zurück trat.

    Grund war ein Telefongespräch, in welchem Elisabeth Kopp ihren Mann aufgefordert hatte, aus dem Verwaltungsrat einer Firma zurückzutreten, die unter Geldwäscherei-Verdacht stand.

    Elmar Plozza

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Klaus Bonanomi