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Teilhabe statt Fürsorge Brücken bauen – Mit Handicap in die Arbeitswelt

Vier Menschen mit psychischer oder kognitiver Behinderung wollen im Arbeitsmarkt Fuss fassen. Als Strassentransportfachmann, Kauffrau oder Druckerei-Mitarbeiter wagen sie den Schritt in die Arbeitswelt. Ein Schritt mit Hürden. Doch wenn alle Beteiligten zusammenspannen, scheint fast alles machbar.

Video
Brücken bauen – Mit Handicap in die Arbeitswelt
Aus SRF school vom 02.07.2022.
abspielen. Laufzeit 50 Minuten 1 Sekunde.

Teilhabe statt Fürsorge: So lautet das aktuelle Credo der Integrationspolitik. Jugendliche mit erschwertem Zugang zum ersten Arbeitsmarkt sollen gezielt unterstützt werden. Ein Netz aus Jobcoaches und anderen Fachpersonen begleiten die jungen Menschen bei ihrer Ausbildung und Stellensuche.

Vier Geschichten, viele Herausforderungen

Der lernschwache Dario kämpft sich dank grossem Einsatz seines Ausbildners durch eine Lehre zum Strassentransportfachmann. Die Autistin Nuria profitiert bei der Berufswahl von einer Expertin, während sie mit den Folgen ihrer noch frischen Asperger-Diagnose hadert. Stojan wünscht sich trotz seiner 100-prozentigen IV-Rente nichts sehnlicher, als arbeiten zu können. Über ein Praktikum strebt er eine Festanstellung in einer Druckerei an. Und Silja – durch eine Zerebralparese stark eingeschränkt – schaut auf eine Mobbing-Erfahrung und andere schmerzhafte Rückschläge zurück. Dennoch ist sie zu einer optimistischen und selbstbewussten Arbeitnehmerin geworden.

Der Weg zur partizipativen Gesellschaft

Wie sieht der Weg dieser jungen Menschen in die Arbeitswelt aus? Was braucht es, damit Arbeitgebende die Mühen und Risiken auf sich nehmen, um jemanden zu integrieren, der oder die nur mit Einschränkungen den Leistungsanforderungen gewachsen ist? Welche Vorurteile gilt es abzubauen? Und wer kann wie davon profitieren?

«Brücken bauen» erzählt vier exemplarische Geschichten, die jeweils unterschiedliche Aspekte dieser Fragen reflektieren. Dabei sprechen Dario, Stojan, Nuria und Silja über ihre Herausforderungen, Erfolge und Rückschläge. Der 50-minütige Dokumentarfilm veranschaulicht, wie eine partizipative und offene Gesellschaft in Zukunft aussehen könnte.

Lehrplan-21 Bezug

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • ERG.2.2.d: können im alltäglichen Handeln oder gesellschaftlichen Umfeld Benachteiligungen und Diskriminierungen erkennen und entsprechende Regeln diskutieren (z.B. Chancen, Zutritt, Ausschluss, Sprachgebrauch). [Diskriminierung, Emanzipation, Rechte, Interessen, Bedürfnisse}
  • ERG.5.1.d: … können Träume und Sehnsüchte wahrnehmen, Vorstellungen ihrer Zukunft äussern und ihre Umsetzbarkeit reflektieren.
  • ERG.5.5.a: … können Menschen in verschiedenen Lebenslagen und Lebenswelten wahrnehmen sowie über Erfahrungen, Bedürfnisse und Werte nachdenken (z.B. berufliche, ökonomische und familiäre Situation; Krankheit, Behinderung, Asyl, Migration).
  • ERG.5.5.b: … können Anteil nehmen, wie Menschen mit schweren Erfahrungen und Benachteiligungen umgehen, indem sie ihre Perspektive einnehmen (z.B. Verlust, Behinderung, Krankheit, Flucht, traumatische Erfahrungen).

Stufe: Sek I, Sek II

Fächer: Gesellschaft, Ethik, Berufswelt

Stichwörter: geschützte Werkstatt, Lehrstelle, Ausbildungsplatz, Wirtschaft, Leistung, Integration, Partizipation, Supported Education, Erwerbsleben, Arbeitnehmer:in.

Produktion: Sören Senn. «Cineworx Filmproduktion» / «SRF» 2020.

VOD: Bis 31.03.2025.

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