Teilhabe statt Fürsorge: So lautet das aktuelle Credo der Integrationspolitik. Jugendliche mit erschwertem Zugang zum ersten Arbeitsmarkt sollen gezielt unterstützt werden. Ein Netz aus Jobcoaches und anderen Fachpersonen begleiten die jungen Menschen bei ihrer Ausbildung und Stellensuche.
Vier Geschichten, viele Herausforderungen
Der lernschwache Dario kämpft sich dank grossem Einsatz seines Ausbildners durch eine Lehre zum Strassentransportfachmann. Die Autistin Nuria profitiert bei der Berufswahl von einer Expertin, während sie mit den Folgen ihrer noch frischen Asperger-Diagnose hadert. Stojan wünscht sich trotz seiner 100-prozentigen IV-Rente nichts sehnlicher, als arbeiten zu können. Über ein Praktikum strebt er eine Festanstellung in einer Druckerei an. Und Silja – durch eine Zerebralparese stark eingeschränkt – schaut auf eine Mobbing-Erfahrung und andere schmerzhafte Rückschläge zurück. Dennoch ist sie zu einer optimistischen und selbstbewussten Arbeitnehmerin geworden.
Der Weg zur partizipativen Gesellschaft
Wie sieht der Weg dieser jungen Menschen in die Arbeitswelt aus? Was braucht es, damit Arbeitgebende die Mühen und Risiken auf sich nehmen, um jemanden zu integrieren, der oder die nur mit Einschränkungen den Leistungsanforderungen gewachsen ist? Welche Vorurteile gilt es abzubauen? Und wer kann wie davon profitieren?
«Brücken bauen» erzählt vier exemplarische Geschichten, die jeweils unterschiedliche Aspekte dieser Fragen reflektieren. Dabei sprechen Dario, Stojan, Nuria und Silja über ihre Herausforderungen, Erfolge und Rückschläge. Der 50-minütige Dokumentarfilm veranschaulicht, wie eine partizipative und offene Gesellschaft in Zukunft aussehen könnte.