«Frauen bringen Menschlichkeit in die Diplomatie»

  • Dienstag, 25. August 2015, 13:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 25. August 2015, 13:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 25. August 2015, 20:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Mittwoch, 26. August 2015, 4:33 Uhr, Radio SRF 4 News

Im Ausland ist sie fast bekannter als bei uns: Heidi Tagliavini, Krisendiplomatin und Bundesrat Didier Burkhalters rechte Hand bei der Vermittlung im Ukraine-Konflikt, während dessen OSZE-Präsidentschaft. Sie ist Gast von Ivana Pribakovic.

Heidi Tagliavini bei ihrer Dankesrede anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, am 17. August in der Deutschen Botschaft in Bern. Tagliavini trägt eine weisse Jacke und lange Ohrringe. Am linken Revers ist das Bundesverdienstkreuz angeheftet.
Bildlegende: Die Architektin eines Friedens für die Ukraine hat 13 Monate zwischen der Regierung und den Separatisten verhandelt – warum sie ihr Mandat nun abgibt, erzählt Heidi Tagliavini im Tagesgespräch. Keystone

«In Verhandlungen sind immer Menschen involviert», sagt Tagliavini. «Diese haben zum Teil ein schwieriges Erbe.» Das gelte es zu berücksichtigen, um Fortschritte zu erzielen. Menschlichkeit sei deshalb ein wichtiger Faktor in Verhandlungen. «Das können Frauen besser als Männer», glaubt die renommierte Dimplomatin. Doch nun ist Schluss, sie geht in Pension. Was für ein Fazit zieht sie selber? «Ich habe das menschenmögliche getan.» Trotzdem wird in der Ostukraine noch immer gekämpft. «Solange die Friedensfrage nicht gelöst ist, kann ich nicht richtig Abschied nehmen», sagt Tagliavini. Damit müsse sie leben.

Moderation: Ivana Pribakovic