«Rendez-vous» mit der Welt: Im Warschauer Friedhofsviertel

Warschau: einst Zentrum der Aufklärung, der Neuzeit, dann drittgrösste Stadt des russischen Zarenreichs und im Zweiten Weltkrieg Ort der Judenverfolgung. Im Friedhofsviertel erzählt Sarah Nowotny bei Ivana Pribakovic über die wechselvolle Geschichte der Stadt.

Osteuropa-Korrespondentin Sarah Nowotny im jüdischen Friedhof von Warschau.
Bildlegende: Osteuropa-Korrespondentin Sarah Nowotny im jüdischen Friedhof von Warschau. SRF. Sarah Nowotny

Powazki, das Viertel der Friedhöfe. Hier liegen nebeneinander der jüdische, der römisch-katholische, zwei islamische und zwei evangelische Friedhöfe, sowie ganz in der Nähe der Militärfriedhof. Diese Friedhofsstadt zeigt wie vielfältig die Bevölkerung Warschaus einst war. Sie beherbergt zudem die Überreste wichtiger Persönlichkeiten und war während des zweiten Weltkriegs ein Réduit der polnischen Heimatarmee – unter anderem zur Versorgung des benachbarten Warschauer Ghettos. Polen – die Stadt mit der verrückten Geschichte, die Stadt, deren Geschichte auch die Geschichte der Jüdinnen und Juden Warschaus ist.

Moderation: Ivana Pribakovic