Taubblinde Kinder – ein anderer Zugang zur Welt

Taubblinde Kinder können weder sehen noch hören. In ihrem Alltag sind sie meist stark eingeschränkt. Die Sendung «Treffpunkt» geht der Frage nach, wie taubblinde Kinder den Zugang zur Welt finden, und welche Hilfe sie dabei benötigen.

Ein Vater hält ein Mädchen mit geschlossenen Augen in seinen Armen.
Bildlegende: Rund 170 Kinder in der Schweiz haben eine angeborene Hörsehbehinderung. Colourbox

In der Schweiz sind laut Schätzung des Schweizerischen Zentralvereins für das Blindenwesen rund 50'000 Menschen von einer Hörsehbehinderung oder Taubblindheit betroffen. Oft ist die Einschränkung erworben, also erst im Lauf des Lebens aufgetaucht. Bei rund 170 Schweizer Kindern, so Schätzungen, ist die Hörsehbehinderung jedoch angeboren.

Spezialisierte Angebote für taubblinde Kinder

Für taubblinde Kinder gibt es in der Schweiz nur wenige spezialisierte Angebote. In der Deutschschweiz gibt es die Schweizerische Stiftung für Taubblinde «Tanne». Sie bietet betroffenen Kindern etwa eine Institution, in der sie zur Schule gehen und auch in eigenen Wohngruppen leben. Betroffene Familien unterstützt sie zusätzlich mit Besuchen zu Hause, wo gemeinsam mit Kind und Eltern Lernspiele gemacht werden.

Wenn die Welt stumm und dunkel bleibt

Der Kontakt mit der Welt und die Kommunikation mit anderen Menschen seien für betroffene Kinder die grösste Herausforderung, sagt Mirko Baur, Geschäftsleiter «Tanne». Er erzählt in der Sendung «Treffpunkt», wie Fachleute den Kindern helfen, trotz ihrer Einschränkung Zugang zur Welt zu finden. Zu Gast ist zudem Michele Uster, Mutter eines 10-jährigen Mädchens mit einer Hörsehschwäche. Sie erzählt vom Alltag mit ihrer Tochter Soey.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Vera Büchi