Textilindustrie Tösstal – damals und heute

Im Rahmen von «Querfeldeins» machen wir einen Halt im Tösstal. Im 19. Jahrhundert war die Wasserkraft dort nicht zuletzt wegen des Flusses Töss Basis einer blühenden Textilindustrie. Leider sind alle Textilbetriebe verschwunden. Im «Treffpunkt» zeigen wir, was von dieser Blütezeit noch übrig ist.

Viele alte Webmaschinen in einem Raum.
Bildlegende: Das Ensemble Neuthal zeigt eindrücklich die Zeit von damals. SRF

Noch heute sind Spuren der einstigen Textilbarone im Tösstal zu sehen. Dies dank des Vereins VEHI. Der Verein zeigt eindrücklich auf, wie damals gearbeitet und gelebt wurde. Die Angestellten (oft ganze Familien mit Kindern) mussten lange Schichten arbeiten und verdienten einen spärlichen Lohn.

Zweck des Vereins ist aber auch die Erhaltung von Handwerks- und Industrieanlagen mit historischem Hintergrund und kultureller Ausstrahlung. So betreibt der Verein im gut erhaltenen Industrie-Ensemble Neuthal bei Bäretswil unter anderem 4 verschiedene Museen. Ein Spinnerei-Museum, eine einmalige Sammlung von Webmaschinen, ein Museum für Handmaschinenstickerei und einen Museumsrundgang über das ausgeklügelte System von drei Weiheranlagen, welche damals mit Kanal und Turbine den Strom erzeugten, um überhaupt an den Webmaschinen arbeiten zu können.

Patron in der damaligen Fabrik war der bekannte Textilindustrielle und Eisenbahnpionier Adolf Guyer-Zeller (1839 – 1899). Auch ihn lernen wir in der Sendung «Treffpunkt» noch
einmal kennen.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Sirio Flückiger