Vor 50 Jahren: Die Angst der Italiener in der Schweiz

Im Juni 1970 kam in der Schweiz die Schwarzenbach-Initiative zur Abstimmung. Hunderttausenden Italienerinnen und Italienern drohte die Ausschaffung. Die Sendung «Treffpunkt» wirft einen Blick auf die Stimmung damals und auf die Angst der Italiener in der Schweiz.

Zwei Plakate (eines für, das andere gegen die Schwarzenbach-Initiative) aus dem Jahr 1970 hängen nebeneinander in Zürich auf der Strasse.
Bildlegende: Der Abstimmungskampf um die Schwarzenbach-Initiative, die wie keine andere Vorlage die Gemüter erhitzt, auf Plakatwänden in Zürich, aufgenommen am 29. Mai 1970. Keystone

Am 7. Juni 1970 haben die Schweizer Stimmbürger – damals durften nur Männer an die Urne – die Überfremdungsinitiative, lanciert vom Republikaner James Schwarzenbach, mit rund 54 Prozent abgelehnt.

Der Abstimmungskampf Ende der 60er Jahre war geprägt von Fremdenhass und von der Angst hunderttausender Italienerinnen und Italiener, ausgeschafft zu werden.

50 Jahre später

Wie war es, als der Begriff «Tschingg» zum Alltag gehörte? Gemeinsam mit Hörerinnen und Hörern, welche von ihren Erinnerungen erzählen, taucht die Sendung «Treffpunkt» ein in die Zeit damals.

Gast ist der Historiker und Lehrer Angelo Maiolino. Er hat ein Buch geschrieben über den Zeitgeist damals und über das Leben der Italiener in der Schweiz Ende der 60er Jahre. Maiolino erläutert, wie die Initiative die Schweizer Politik bis heute prägt.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Vera Büchi