Wüste Wörter – wie sie kommen und gehen

Geflucht wird in der Schweiz oft nach Herzenslust – aber wie? Nicht immer und nicht überall sind die wüsten Wörter die gleichen. Wie Wörter wüst werden und wüste Wörter plötzlich salonfähig, zeigt die Sendung «Treffpunkt».

Kunstwerk mit den Wort «Fuck you very much»
Bildlegende: «Fuck you» wurde – wie viele wüste Wörter heute – aus dem Englischen importiert. Keystone

«Chueghejer» war im 16. Jahrhundert so ziemlich das schlimmste, was man einem Schweizer an den Kopf werfen konnte. Denn «gheje» hiess damals noch nicht «fallen», sondern «Unzucht treiben». Erst über die Jahrhunderte verlor dieses Verb seine negative Bedeutung und wurde zu einem normalen Bestandteil unserer Mundart.

Es gibt aber auch das Gegenteil: Wörter, die mit der Zeit negativ aufgeladen werden. Wie das passiert, zeigt sich zum Beispiel am Wort «hocken», das ursprünglich ein einfaches Wort für «sitzen» war. Inzwischen gilt das Wort in vielen Regionen der Schweiz als unanständig, zumindest, wenn es um Menschen geht.

Die Sendung «Treffpunkt» zeigt, wie Zeit und Geografie die wüsten Wörter prägen. Sie beleuchtet, mit welchen Wörtern man aktuell aneckt, und wagt einen Blick in die Zukunft der wüsten Mundartwörter.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Markus Gasser / Anna Wepfer