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«Die Sandra Studer Story» Eine beeindruckende Karriere trotz zwei «Erdbeben» zuhause

Sandra Studer spricht über den Glanz im Rampenlicht und Schattenseiten im Familienleben.

Seit fast vier Jahrzehnten ist Sandra Studer aus der Schweizer Fernsehlandschaft nicht wegzudenken – als Sängerin, Moderatorin und Theaterfrau. Der vorläufige Höhepunkt ist die Moderation des ESC in Basel. Sie hat in ihrer Karriere Erfolge, Ruhm und Freundschaften gewonnen, privat gleichzeitig schwierige Momente meistern müssen.

ESC als Sprungbrett

Alles beginnt 1988 mit Céline Dions Auftritt am ESC. Die Souveränität, die Stimme, die Präsenz – all das beeindruckt Sandra Studer so sehr, dass sie selbst auf diese Bühne will.

1991 steht sie beim ESC in Rom auf der Bühne. Gleichzeitig wagt sie den nächsten Schritt: ihre erste Moderation im TV.

Ende «Takito», Beginn Familie

Sandra Studer moderiert Formate wie «Country Roads», «Traumziel» und ihre Lieblingssendung «Takito». Als diese 1998 endet, beginnt für sie ein neues Kapitel: Die Familie rückt in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Luka Müller zieht sie vier Kinder gross.

Als ihre zweitjüngste Tochter Nina zur Welt kommt, verändert sich alles: Sie wird drei Monate zu früh geboren, wiegt nur 870 Gramm. «Das war ein Erdbeben in unserer Familie», sagt Studer. «Plötzlich ist da ein Häufchen Leben, welches eigentlich noch in mir drin sein sollte».

Die Zeit in der Neonatologie prägt sie tief. «Diese Zeit habe ich in Erinnerung, wie wenn eine Käseglocke über meinem Leben gelegen hätte.» Alles ausserhalb verliert an Bedeutung. Angst und Hoffnung bestimmen den Alltag. Heute geht es Nina gut. «Sie ist unser Wunder», sagt Studer.

Die Krebsdiagnose: ein zweites Erdbeben

2019 folgt der nächste Einschnitt. Sandras Ehemann Luka Müller erhält die Diagnose Krebs. «Vor sieben Jahren ist so etwas wie ein zweites Erdbeben durch die Familie gekommen», sagt Studer. Operationen, Bestrahlungen, Rückfälle – ein ständiges Abwarten auf neue Werte. Es ist noch nicht ausgestanden. «Jetzt warten wir. Es geht sicher nochmals los», sagt Luka, der nicht hadert mit seiner Krankheit.

«Die Sandra Studer Story»

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Der Dokfilm «Die Sandra Studer Story» wird am Samstag, 9. Mai 2026 um 20:10 Uhr auf SRF 1 im TV ausgestrahlt und ist ab dann auch auf Play SRF zum Streamen verfügbar.

«Ich habe noch keine Nacht schlecht geschlafen wegen des Krebs», sagt er. Sein Umgang mit der Krankheit habe sie «aus den Socken gehauen», sagt Sandra Studer dazu.

ESC-Moderation: Ein Geschenk des Universums

Mehr als 30 Jahre nach ihrem eigenen Auftritt steht Sandra Studer wieder im Zentrum des ESC – diesmal als Moderatorin. Dabei entsteht auch eine neue Freundschaft mit Co-Moderatorin Hazel Brugger.

Für Hazel ist Sandra die perfekte Partnerin in dieser Extremsituation. Beide seien ausgeprägte Familienmenschen. Noch nie habe sie mit einer Mutter gearbeitet, die so genau habe benennen können, wie sie sich gerade fühle. «Und die so gut verstanden hat, wie hart der Spagat zwischen zwei kleinen Kindern und einem Auftritt ist», sagt Hazel.

Am Ende steht für Studer vor allem eines fest: Der ESC ist mehr als ein Wettbewerb. «Das war der Anfang von allem. Dass das noch mal in mein Leben zurückkommt auf diese Art – das ist nichts anderes als ein Geschenk des Universums.»

SRF 3, 7.5.2026, 7:10 Uhr ; 

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