Schweizer Gärten summen und brummen: Ihre Besitzerinnen und Besitzer schaffen mit viel Einsatz vielfältige Lebensräume für die Natur. Was sie eint, ist die Liebe zur Natur, die Faszination für Pflanzen und eine enge Verbindung zur Erde.
Der japanische Zen-Garten
Mit einer Kiesfläche und einem Meditationspfad könnte der Garten von Katharina und Martin Scheidegger statt hinter einem Mehrfamilienhaus in Ittigen BE auch in einer asiatischen Tempelanlage liegen. Neben dem Meditationsgarten pflegt das Paar viele aussergewöhnliche Pflanzen, die es vor langer Zeit aus dem Ausland in die Schweiz gebracht hat.
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Bild 1 von 11. Seit 2015 gestalten die Scheideggers ihren japanischen Garten – das Projekt ist allerdings vor allem Martins Leidenschaft. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 11. Katharina und Martin Scheidegger: 2015, als Martin pensioniert wird, können sie sich die Wohnung mit Garten kaufen. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 11. Martin war reformierter Pfarrer. «In der Gestalttherapie-Ausbildung lernte ich dann den Zen-Buddhismus kennen. Das inspirierte mich sehr – das Japanische, das Zen.» So sei sein Zen-Garten entstanden – natürlich ein wenig nach schweizerischer Art. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 11. Martin ist viel in ferne Länder gereist. Hier ein Souvenir davon: der australische Flammenbaum. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 11. Die Samen der Leopardenblume hat Martin aus Macau in China mitgebracht. Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 11. Heute darf man Samen von ausserhalb der EU nicht mehr einfach so in die Schweiz bringen. Im Bild ist die Parkinsonia, für die Martin einst einen Samen aus dem Iran mitgebracht hat. Bildquelle: SRF.
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Bild 7 von 11. Ein japanischer Ahorn darf in seinem Zen-Garten nicht fehlen. Bildquelle: SRF.
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Bild 8 von 11. Martin hat viele seiner Pflanzen in Töpfen, sodass er sie überwintern kann. Bildquelle: SRF.
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Bild 9 von 11. Eine Buddhas-Hand-Zitrone. Bildquelle: SRF.
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Bild 10 von 11. Am Anfang des Mediationspfades steht der Zenigata-Brunnen. Martin erklärt: «Man sagt, bevor man aus dem normalen Leben auf den spirituellen Weg geht, solle man sich rituell reinigen.». Bildquelle: SRF.
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Bild 11 von 11. Der Stein vor dem Bonsai symbolisiere die Verbindung zwischen Erde und Himmel. «Der Bonsai ist das Beispiel dafür, dass der Mensch die Natur gestaltet», so Martin. Bildquelle: SRF.
Auch wenn der Garten mehr Martins Ding ist, hat Katharina genauso gerne Pflanzen um sich. Sie habe eine Seelenverwandtschaft mit den Pflanzen. Martin könne sich sein Leben nicht mehr ohne den Garten vorstellen: «Ich möchte hier meinen Lebensabend verbringen, bis ich dort oben [im Himmel] bin.»
Der Weingarten im Tessin
In Bedano TI haben Margrit und Heinz Knecht Rebberg und Garten zu einem Ganzen verbunden. Zwischen den Rebstöcken erfreuen Staudenbeete, Trockenwiesen und ein Steingarten Mensch und Tier – als bewusster Ausgleich zum Weinbau.
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Bild 1 von 11. Kurz vor Lugano haben sich Heinz und Margrit Knecht den Traum vom eigenen Rebberg erfüllt. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 11. Margrit liebt Blumen und Heinz ist Winzer. «Wir haben die beiden schönen Dinge kombiniert und so entstand der Weingarten», erklärt Heinz. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 11. Die Knechts möchten der Natur etwas zurückgeben – schliesslich setzen sie Pflanzenschutzmittel für die Reben ein. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 11. Pflanzeninseln, die Insekten Nahrung bieten, sollen einen Ausgleich schaffen. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 11. Für die Blumen ist hauptsächlich Margrit zuständig. Heinz für den Wein. Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 11. Vor rund zehn Jahren sah das Grundstück noch so aus. «Es war eine riesige Unkrauthalde», so Heinz. Bildquelle: SRF.
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Bild 7 von 11. Die Idee, ins Tessin zu ziehen, kam von Heinz. Als es dann so weit war, packten aber beide gemeinsam an. Bildquelle: Privat / Heinz und Margrit Knecht.
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Bild 8 von 11. Sie haben alles selbst geplant und das Rustico in ihre Pläne integriert. Bildquelle: Privat / Heinz und Margrit Knecht.
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Bild 9 von 11. Im ersten Jahr der Traubenlese kostete die Kirschessigfliege sie vier Fünftel der Ernte. Heute stehen deshalb über 350 Fallen im ganzen Rebberg. Bildquelle: SRF.
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Bild 10 von 11. Es wird Merlot angebaut. Bildquelle: SRF.
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Bild 11 von 11. Das neue Leben im Tessin sei noch schöner geworden, als sie es sich erträumt hatten. Der Weingarten ist für die Knechts längst zum Kraftort und zur Heimat geworden. Bildquelle: SRF.
Auch wenn die Arbeit streng und schweisstreibend ist, gebe es für Margrit nichts Schöneres. Indem sie einander helfen, haben die beiden eine Symbiose geschaffen – für sie ist das Lebensqualität.
Vom Kräutergarten zum Naturgarten
Regula Gysel teilt ihren Garten in Wilchingen SH bewusst mit Insekten und Kleintieren: Aus dem Kräutergarten hat sie einen Naturgarten gemacht, mit Nisthilfen, Pollen- und Nektarpflanzen – und ganz ohne Pestizide oder künstliches Licht.
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Bild 1 von 11. Im Schaffhauser Klettgau gedeihen nicht nur Reben, sondern auch allerlei Kräuter und Blumen. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 11. Regula Gysel sieht es als ihre Aufgabe, auf dem Hofgelände Lebensräume und Biodiversität zu schaffen. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 11. Mit Totholz baut sie Orte für Tiere. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 11. Die Zebraspinne hat sie erst seit ein paar Jahren; sie komme laut Regula nur in strukturreichen Gärten vor. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 11. Mit alten Ziegeln wird ein Wildbienenhotel gebaut. Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 11. Auch in alten Kännchen nisten sich Wildbienen ein. Bildquelle: SRF.
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Bild 7 von 11. Im Treibhaus schützt ein Hochbeet vor Schnecken. Trotzdem gibt Regula zu, im Gemüsegarten keine grossen Erträge zu erzielen. Bildquelle: SRF.
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Bild 8 von 11. Um Unkraut in ihrem Garten zu vernichten, setzt Regula ein gasbetriebenes Gerät ein, um das Unkraut zu verbrennen. Bildquelle: Privat / Regula Gysel.
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Bild 9 von 11. Das Keramikelement verbrennt das Unkraut innert Sekunden – eine schonende Methode, damit die Wege nicht zuwachsen. Bildquelle: Privat / Regula Gysel.
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Bild 10 von 11. In der Outdoor-Küche kann sich Regula zurückziehen und die Aussicht geniessen. Bildquelle: SRF.
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Bild 11 von 11. Im Herbst räumt Regula den Garten nicht auf, damit die Überwinterungsmöglichkeiten der Insekten nicht zerstört werden. Bildquelle: SRF.
Für Regula wird der Garten nie «fertig» sein – so sei das eben, wenn man eine leidenschaftliche Gärtnerin ist. Es geht immer weiter, und das wird ihr manchmal zu viel, besonders im Frühling und im Juni, wenn alles kräftig wächst. Dann freut sie sich umso mehr, wenn sie es am Ende doch noch schafft.