Wenn Pharmafirmen Studien zurückhalten

  • Samstag, 23. Oktober 2010, 12:40 Uhr
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Medikamentenstudien mit negativen Resultaten verschwinden nicht selten in der Schublade von Forschern oder Pharmafirmen. So auch im Fall von Reboxetin: Bei diesem Medikament gegen Depressionen wurden offenbar ganze drei Viertel der verwertbaren Daten vom Hersteller zurückgehalten.

Weitere Themen:

Die Verhandlungen zum Schutz der Biodiversität im japanischen Nagoya drohen zu scheitern.

Wie sich die Kräfte der Ozeane in Megawatt umwandeln lassen.

Beiträge

  • Energie aus dem Meer

    Wellen und Gezeiten liefern Energie. Im Prinzip könnten sie den Stromverbrauch der Menschheit decken, doch es ist schwierig, diese Energie zu nutzen.

    Viele Versuche mit Meereskraftwerken sind in der Vergangenheit wegen der aufwändigen Technik gescheitert. Doch der Klimawandel lässt nun die Meeresenergie wieder interessant werden. Mit neuem Elan versuchen Forscher, die Kräfte der Ozeane in Megawatt umzuwandeln. Dabei testen sie ganz unterschiedliche Anlagen aus.

    Zwei dieser Projekte sind «SeaGen» und «Wavestar». Während die SeaGen-Anlage, die in einer Meerenge in Nordirland installiert ist, wie eine Art Unterwasser-Windturbine funktioniert, wandelt Wavestar im Norden Dänemarks mit seinen Armen den Seegang in Energie um.

    Frank Grotelüschen

  • Medikamentenstudien landen oft in der Schublade

    Medikamentenstudien mit negativen Resultaten verschwinden nicht selten in der Schublade von Forschern oder Pharmafirmen. So auch im Fall von Reboxetin: Bei diesem Medikament gegen Depressionen wurden offenbar fast drei Viertel der verwertbaren Daten vom Hersteller zurückgehalten.

    Das Medikament Edronax mit dem Wirkstoff Reboxetin ist in der Schweiz seit rund zehn Jahren als Behandlungsmethode gegen schwere Depressionen und chronisch depressive Verstimmungen zugelassen.

    Reboxetin wirkt nicht

    Deutsche Wissenschaftler kommen nun zum ernüchternden Schluss: Reboxetin ist unwirksam und sogar potentiell schädlich. «Wir sehen keinen Unterschied in der Wirkung im Vergleich zu Placebos, gleichzeitig sehen wir, dass das Präparat schlechter wirkt als andere Antidepressiva», sagt Studienmitautorin Beate Wieseler vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen in Köln (IQWIG).

    Pascal Biber

  • Biodiversitäts-Verhandlungen drohen zu scheitern

    In der japanischen Hafenstadt verhandeln seit vergangenem Montag Vertreter von 193 Staaten über die Biodiversitäts-Konvention - ohne grossen Erfolg. Im Gegenteil: Zwischen den Entwicklungs- und Industrieländern tut sich ein tiefer Graben auf.

    Während die Industrielänger gerne verbindliche Naturschutzziele für das Jahr 2020 festlegen möchten, wollen die Entwicklungsländer dieser Schutzstrategie nur zustimmen, wenn sie dabei finanziell unterstützt werden, wie es bei der ersten Biodiversitätskonferenz im Jahr 1992 versprochen wurde.

    Katharina Bochsler und Thomas Häusler