Der EHC Kloten betreibt Ex-Besitzer Gaydoul

Philippe Gaydoul soll Kloten einen vertraglich vereinbarten Zuschuss von 1 Million Franken verweigern. Nun leitete der Klub die Pfändung ein.

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Bildlegende: Keine Liebe mehr Philippe Gaydoul wird von den Klotenern betrieben. Keystone

Beinahekonkurs, Übernahmen, Zankereien – der EHC Kloten kommt nicht zur Ruhe: Laut eines Berichts des Tages-Anzeigers erwartet der Klub eine Zahlung von 1 Million Franken seines Ex-Besitzers Philippe Gaydoul.

Weil sich dieser weigert, soll nun mangels beweglichem Privatvermögen sein Haus am Zürichsee mit einer Pfändung belegt worden sein. Im Blick reagierte Gaydoul auf allfällige Bedenken, er würde über keine flüssige Mittel verfügen: «Die Summe ist längst auf einem Sperrkonto deponiert. Das ist keine Geld-Geschichte.»

Es geht um Vertrag von 2015

Kloten beruft sich auf einen Vertrag von 2015. Gaydoul übergab damals die Aktienmehrheit der nordamerikanischen ASE-Gruppe und verpflichtete sich zu zwei Zuschüssen: 2 Millionen Franken im ersten Jahr nach der Übernahme, 1 Million im zweiten. Die erste Tranche bezahlte Gaydoul. Doch dann hatte ASE schon nach einem Jahr genug und zog weiter, Hans-Ulrich Lehmann übernahm den Klub.

Nun ist es zum Geplänkel zweier schwerreicher Unternehmer geworden: Lehmann gegen Gaydoul. Doch warum verweigert Gaydoul, der freiwillig über 20 Millionen Franken in den Klub steckte, nun eine vereinbarte Zahlung von 1 Million? «Es herrschen unterschiedliche Positionen bei der Interpretation des Vertrags», sagt er. Der Tages-Anzeiger ortet die Gründe auf der persönlichen Ebene.

Sendebezug: Radio SRF 1, Nachrichten, 12.09.17, 12:00 Uhr