Geering: «Segers Leidenschaft war einzigartig»

Die ZSC Lions haben einen der grössten Einschnitte der letzten Jahre hinter sich: Statt Klublegende Mathias Seger geht Patrick Geering als Captain in die neue Saison.

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«Warum ist der ZSC dieses Jahr besser?», Patrick Geering?

0:53 min, vom 30.8.2017

Was ist neu bei den ZSC Lions?

  • Statt Edgar Salis ist nun Sven Leuenberger (ex SCB) für die Personalpolitik zuständig.
  • Nach 12 Jahren übernimmt Patrick Geering die Nachfolge von Mathias Seger als Captain.
  • 3 neue Ausländer: Kevin Klein (Ka), Drew Shore (USA) und Fredrik Pettersson (Sd).

Die ZSC Lions blieben letzte Saison erneut hinter den Erwartungen. Zum zweiten Mal in Folge scheiterten sie verfrüht im Viertelfinal – 2:4 gegen Lugano. Das blieb bei den Zürchern nicht ohne Folgen: Sportchef Edgar Salis räumte seinen Posten, für ihn übernahm Sven Leuenberger. Und der nahm gleich einen krassen Einschnitt vor: Statt Mathias Seger führt Patrick Geering das Team als Captain in die neue Saison.

Führungsduo Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Führungsduo Mathias Seger (links) soll Patrick Geering in die neue Rolle einarbeiten. Keystone

Segers Segen

12 Jahre hat Seger das Amt bekleidet und sich längst zur Klublegende entwickelt. Nun bestreitet der Uzwiler seine letzte Saison, und als Zeichen des Umbruchs ist auch diese Rochade zu werten. Geering war angesichts der neuen Rolle stolz, aber auch etwas seltsam zumute.

«Segers Sozialkompetenz, seine Leidenschaft fürs Spiel sind einzigartig», sagt Geering. «Ich kann mir keinen besseren Captain vorstellen.» Dass Seger ihm seinen Segen gab und ihn die nächsten Monate noch beratend zur Seite stehen wird, war ihm deshalb wichtig.

«  Gewaltentrennung ist wichtig. Darum habe ich das Teamkässeli nun Phil Baltisberger abgegeben. »

Patrick Geering
ZSC-Captain

Dass der neue Captain Geering heisst, kommt indes nicht überraschend. In Schwamendingen aufgewachsen durchlief der 27-Jährige alle Altersstufen beim Stadtklub und reifte zum Führungsspieler heran. Bereits hat der Verteidiger die Marke von 498 NLA-Spielen erreicht.

Mehr Verpflichtungen, aber nicht mehr Reden

Teamintern bekam er schon mit 19 ein wichtiges Ämtli zugeteilt: Chef Teamkässeli. Wer zu spät kommt oder etwas vergisst, muss ein paar Franken einzahlen. Nun hat er die Aufgabe an Phil Baltisberger weitergegeben: «Gewaltentrennung ist wichtig.»

Geering ist mit den zusätzlichen Aufgaben als Captain, etwa Sponsoren- und Medienterminen, ohnehin genug ausgelastet. Sonst aber verändere sich für ihn nicht viel. «Nur weil ich einen Buchstaben auf der Brust trage, werde ich nun nicht grosse Reden schwingen, nur damit etwas gesagt ist», sagt er. «Ich möchte mich selber bleiben und mit gutem Beispiel vorangehen. Alles andere wäre unglaubwürdig.»

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 05.09.2017, 22:20 Uhr