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Playoffs ohne Penaltyschiessen Kommt es zu ultralangen Hockey-Nächten?

Bieler Fans.
Legende: Bleiben die Fans bis zum Schluss? Es könnte in Zukunft etwas länger dauern. Freshfocus
  • In den Playoffs werden Matches, die in die Verlängerung gehen, neu ausgespielt. Es gibt kein Penaltyschiessen mehr.
  • Diese Regel stellt die Klubs vor grosse organisatorische Herausforderungen.
  • Speziell schwierig ist die Situation für die ZSC Lions respektive das Hallenstadion.

Die Vorfreude auf die am Samstag beginnenden Eishockey-Playoffs steigt täglich. Zu reden gibt neben den Paarungen und dem Formstand der Teams auch die Abschaffung des Penaltyschiessens.

Das spricht für die neue Regelung

  • Der sportliche Aspekt: In einem Punkt sind sich praktisch alle einig. Sportlich macht diese Neuerung absolut Sinn. «Es ist gut fürs Hockey. 5 gegen 5 und das bessere Team gewinnt», sagt SCB-Coach Kari Jalonen stellvertretend.
  • Die Dramatik: Ein Spiel, das im «Sudden Death» entschieden wird, bietet einen ganz anderen Spannungsbogen als eine Entscheidung im Penaltyschiessen. «Es wird auf jeden Fall sehr spannend. Es ist sicher fairer wie ein Penaltyschiessen», freut sich ZSC-Spieler Patrick Geering.

Das sind die Probleme der neuen Regel

  • Der öffentliche Verkehr: Wie sollen Fans, die ohne Auto oder Car angereist sind, bei spätem Spielschluss nach Hause kommen? Ganz kann dieses Problem nicht gelöst werden. «Wir haben gewisse Vorkehrungen getroffen: Nach dem Spiel werden in jeden Fall noch Extrabusse an den Bahnhof fahren. Auch werden wir die Leute während der Partie auf die Verbindungen aufmerksam machen. Wir müssen aber damit rechnen, dass Fans das Spiel früher verlassen», erklärt SCB-General-Manager Alex Chatelain.
  • Das Personal: Sollte es länger dauern, müssen auch Cateringbetreiber oder Security-Angestellte Überstunden machen. In Biel beispielsweise arbeiten einige ehrenamtlich. «Können wir verhindern, wenn sie um Mitternacht lieber heimwollen?», fragt Sportchef Martin Steinegger im Tages-Anzeiger.
  • Spezialfall Hallenstadion: Grosse Schwierigkeiten bereitet der neue Modus den ZSC Lions. Weil das Hallenstadion auch für andere Zwecke genutzt wird, könnten verlängerte Hockeyabende finanzielle Mehraufwände bedeuten.

Wann fällt der Rekord?

In der Swiss League, wo die Playoffs Ende Februar begonnen haben, wird bereits im neuen Format gespielt. Im Spiel zwischen Rapperswil-Jona und der EVZ Academy fiel der Siegtreffer in der 2. Overtime nach 82 Minuten.

Rekord bedeutet dies jedoch nicht: 2017 gingen Lausanne und Davos nach der regulären Overtime von 20 Minuten in eine fünfminütige Verlängerung. Die Partie endete um 23:16 Uhr.

Programm-Hinweis

Verfolgen Sie Spiel 1 zwischen Bern und Genf-Servette am Samstag ab 20:10 Uhr live auf SRF zwei. Diese und die Partie zwischen Lugano und Freiburg können Sie zudem als Livestream auf der SRF Sport App, HbbTV und auf www.srf.ch/sport mitverfolgen. Radio SRF 3 sendet zudem jeden Samstagabend von 20:00 bis 00:00 Uhr live aus allen Stadien. Im Programm ist der komplette Eishockeyservice mit Livereportagen, Analysen, Expertenmeinungen sowie Reaktionen der Spieler und Trainer enthalten.

Sendebezug: SRF zwei, «eishockey aktuell», 05.03.2018, 22:35 Uhr.

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