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Nationalmannschaft Simpson: Herrscher über olympische Träume

Bis am 6. Januar muss Nati-Trainer Sean Simpson seinen ersten Kader für die Olympischen Spiele in Sotschi benennen. Keine einfache Aufgabe für den Coach, der auf Sentimentalitäten keine Rücksicht nehmen will.

Nati-Trainer Sean Simpson vor entscheidenden Wochen.
Legende: Wichtige Entscheide Nati-Trainer Sean Simpson steht vor entscheidenden Wochen. Keystone

WM-Silber vom Mai ist vergessen, die Schweizer Nationalmannschaft peilt neue grosse Leistungen an. Für die Olympia-Selektion von Coach Sean Simpson bedeutet dies, dass vergangene Heldentaten nichts mehr zählen – die WM-Silbergewinner haben keinen Bonus, wenn es um die Vergabe der Olympia-Plätze geht.

«Mein Job», sagt Simpson, «ist es, die beste Schweizer Mannschaft aufzubieten. Sympathie hat dabei keinen Platz.» Weil an Olympia sämtliche NHL-Spieler werden mittun können, wird es für einige WM-Helden wohl keinen Platz im Kader geben. 22 Feldspieler und 3 Torhüter werden in Russland mittun dürfen, Härtefälle nicht zu vermeiden sein.

Da die Spieler aus Nordamerika erst kurz vor Turnierbeginn am 12. Februar anreisen werden, wird es in Sotschi eine zweite Selektion geben. Einige Akteure werden die Olympiastadt somit verlassen müssen, ohne gespielt zu haben.

Kommunikation schon lange gesucht

Eine Selektion sei einerseits immer ein schwieriger Prozess, räumt Simpson ein. «Anderseits ist das aber auch mein Job.» Wie ernst der Kanadier das Olympia-Aufgebot nimmt, zeigt die Tatsache, dass Simpson bereits im Sommer mit seinen Spielern den Weg der ehrlichen Kommunikation gesucht hat. «Ich habe wirklich das Beste versucht, um klar und offen zu sein», sagt Simpson.

Für 25 Schweizer Eishockeyspieler geht der olympische Traum in Russland in Erfüllung, für wohl fast ebenso viele Akteure wird der Traum mit Simpsons Aufgebot am 6. Januar platzen. «Die Entscheidung wird nicht einfach», ist sich Simpson bewusst. Wohl aber notwendig im Prozess, das Schweizer Eishockey zu neuen Heldentaten zu führen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von F.Marti, Matt
    Streit muss einfach mit Sbisa ins Verteidigerpaar, als defensives "Gewissen"... Hiller,Berra,Flüeler; Diaz,Josi; Sbisa,Streit; Seger,Bezina; Weber,v.Gunten; Niederreiter,Plüss,Brunner; Wick,Cunti,Hollenstein; Suri,Ambühl,Guggisberg; Bodenmann,Bieber,Moser; Bärtschi, Trachsler
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  • Kommentar von thierry gasser, jona
    Ich würde Streit mitnehmen, allerdings würde ich ihm nicht mehr so viel Eiszeit geben wie früher. Das heisst für mich Block 2 oder 3. Im ersten Block sind für mich Diaz und Josi gesetzt. Dazu würde ich sicher noch Seger, Vauclair und Blindenbacher mitnehmen. Im Sturm keine Änderungen ausser vielleicht Wick noch hinzunehmen, der Rest scheint gesetzt.
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  • Kommentar von Marc Herrmann, Grüt (Gossau ZH)
    Ich würde J. Vauclair, G. Bezina und M.Streit nicht aufbieten. Ich bewundere diese sehr guten Verteidiger, aber sie passen nicht in das Nati-Kader. Lg und viel erfolg
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    1. Antwort von Stephan Schmidli, Andwil SG
      Für mich ist es ein Muss G. Bezina aufzubieten dass ist einer der besten Verteidiger der Liga. M. Streit würde ich auch nicht mitnehmen denn bei jedem Team dass er spielt wird schlechter siehe Philadelphia Flyers momentan und vorher. J. Vauclair wäre schön wenn er an Olympia dabei ist muss aber nicht sein. Von den WM-Helden würde ich unbdedingt E. Blum und R. Grossmann zuhause lassen. Bei den Stürmern würde ich R. Wick für R. Garnder aufbieten da dieser viel zu langsam für Olympia ist.
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    2. Antwort von Peter Müller, Chur
      Es ist mir schleierhaft wieso die meisten auf Streit verzichten wollen. Fakt ist, dass er nach wie vor zu den besten Verteidigern der CH zählt. Wer das Gefühl hatte man könne auf Streit einfach verzichten und durch einen NLA Verteidiger ersetzen, blendet schlicht die Realitäten aus. Da wir gerade im Sturm im Verhältnis zu den Top Nationen ein Defizit haben, wird das Powerplay von grösster Bedeutung sein. Wer sich die Spiele von Philly ansieht weiss, dass er in Überzahl nach wie vor stark ist.
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    3. Antwort von Ben, USA
      Mark Streit muss mit. Er ist ein begriff fuer die meisten Gegner und wird vorallem im PP stark bedraengt von dem Gegner was viel offenes Eis fuer die Mitspieler laesst. Seine Uebersicht ist noch immer Weltklasse. Bitte hoert auf auf das gute abschneide an der WM zu verweisen wir stehen vor einem komplett anderem Turnier. Die Erfahrung von vielen Jahre in der NHL von Streit ist sehr wichtig. Er wird nicht mehr der mittelpunkt der Manschaft sein sicher nicht aber auf in verzichten wuerde ich nicht
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