Corey Crawford: Fliegenfänger oder Stanley-Cup-Held

Vor dem 5. Spiel in der Finalserie um den Stanley Cup zwischen Boston und Chicago ist eine Polemik um Blackhawks Goalie Corey Crawford ausgebrochen. Die NHL-Welt fragt sich: Was ist nur mit seiner Fanghand los?

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Crawfords «Fehlgriffe» gegen Boston in Spiel 4

0:28 min, vom 22.6.2013

«Mehlsack!» oder «Fliegenfänger!», das sind Schmähungen, die sich Eishockeytorhüter anhören müssen, wenn ihre Leistung nicht dem Gusto der Zuschauer entspricht. Ähnlich ergeht es derzeit Corey Crawford. Chicagos Stamm-Goalie schwächelte zuletzt in der Finalserie gegen Boston mit dem linken Arm. Der 28-jährige Kanadier kassierte 10 von 12 Bruins-Toren auf seiner Fanghand-Seite.

Mit Ironie gegen Kritik

Experten und Fans diskutieren deshalb schon darüber, ob das den Blackhawks den Titel kosten könnte. Crawford selbst lässt die Polemik kalt: «In der Serie zuvor gegen die L.A. Kings haben sie meine Stockhand kritisiert. Ich schätze, beide Seiten sind schlecht.»

Chicago hat die Kings letztlich mit 4:1 vom Eis gefegt und auch im Final ist nach dem 2:2 in der Serie alles möglich. Crawfords Abwehrquote in den Playoffs beträgt bisher 93,1 Prozent. Zudem erhielt er jüngst die William M. Jennings Trophy. Sie gebührt dem Torhüter (mit mindestens 25 Einsätzen), der in der Regular Season am wenigsten Tore erhalten hat. Ein Fliegenfänger sieht anders aus.