Jannik Hansen: Als blutender Krieger zum Matchwinner

Jannik Hansen hat beide Treffer zum 2:1-Sieg der Vancouver Canucks im kanadischen NHL-Duell gegen Edmonton beigesteuert. Dazwischen musste sich der Däne eine klaffende Wunde über dem Auge nähen lassen.

Betreuer drücken ein Tuch auf Hansens blutende Wunde über dem linken Auge. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jannik Hansen Seine blutende Wunde über dem linken Auge konnte schnell gestillt und verarztet werden. Keystone

Spät im 3. Drittel war Jannik Hansen ausser Gefecht gesetzt worden. Nachdem er kopfvoran mit der Torlatte zusammengeprallt war, rann Blut über seine Stirn. Der 29-jährige Flügelspieler der Vancouver Canucks musste das Eis verlassen, die Betreuer kümmerten sich um die Schnittwunde direkt über seinem linken Auge.

«  Sie haben Eis aufgelegt, und in weniger als 5 Minuten waren sie fertig. »

Jannik Hansen

«Vielleicht waren es zwei, drei oder sogar vier Stiche. Ich weiss es nicht mehr so genau», sagte Hansen hinterher. Wichtig sei gewesen, dass schnell gearbeitet worden war. «Sie haben Eis aufgelegt, und in weniger als 5 Minuten waren sie fertig», schilderte Hansen die Szene im Stile von «ein Indianer kennt keinen Schmerz.»

Hansen mit dem Game-Winning-Goal

(nhl.com)
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Streit vor der Rückkehr

Nach 6-wöchiger Pause wegen Leistenbeschwerden und zuletzt hartem Spezialtraining rückt Mark Streits Comeback näher. Der Berner in den Diensten von Philadelphia glaubt daran, am Mittwoch in San Jose wieder mittun zu können. Derweil wurde Reto Berra eine 10-tägige Pause verordnet. Colorados Torhüter hat sich beim Fussballspielen am Knöchel verletzt.

Und der Däne kehrte gegen die Edmonton Oilers unerschrocken zurück. In der Verlängerung sicherte er dem Heimteam mit den Schweizern Yannick Weber und Sven Bärtschi sogar den Sieg – den ersten im 8. Anlauf, seit nur noch 3 gegen 3 gespielt wird. Von Matt Bartkowski lanciert, zog Hansen 59 Sekunden vor Ablauf der Overtime wuchtig zum 2:1 ab.

Hansen war es schon gewesen, der im 2. Abschnitt die Canucks wieder zurück ins Spiel gebracht hatte. Er egalisierte nach Vorarbeit der Sedin-Zwillinge das Skore.

Weber als Akkordarbeiter

Eine tragende Rolle spielte bei Vancouver auch Weber. Er erhielt in der zweiten Verteidigung über 23 Minuten Eiszeit, nur der Schwede Alex Edler (27:16 Minuten) kam noch länger zum Zug.

Sendebezug: Radio SRF 1, Morgenbulletin, 27.12.2015 08:12 Uhr