Mark Streit – Der Dauerflieger im Kampf um die Playoffs

Mark Streit hat 287 NHL-Spiele am Stück bestritten. Der Schweizer Verteidiger ist kein bisschen müde und kämpft aktuell mit den Philadelphia Flyers um einen Platz in den Playoffs.

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Bildlegende: Sicherer Wert Mark Streit verpasste keines der letzten 287 NHL-Spiele. IMAGO

Er läuft und läuft und läuft. Nimmermüde, wie der rosarote Batterie-Hase aus der TV-Werbung. Mark Streit hat seit der Saison 2010/11, die er wegen einer schweren Schulterverletzung komplett auslassen musste, kein einziges NHL-Spiel mehr verpasst. Die Partie am Donnerstag gegen Toronto war seine 287. de suite.

Seriöser Lebensstil und Sommer-Training in der Schweiz

Zwar ist der Verteidiger noch weit entfernt von Garry «Iron Man» Ungers Rekord (949 Spiele in Folge, Regular Season und Playoffs, 1968 bis 1979), dennoch erstaunt Streits Konstanz. Denn der 37-Jährige ist aktuell der Älteste im Kollektiv der Flyers, steht seit Jahren pro Partie im Schnitt über 20 Minuten auf dem Eis und erhält diese Saison mehr Eiszeit als jeder seiner Teamkollegen.

«Ich habe immer gut trainiert, seriös gelebt und auf die Ernährung geachtet. Das zahlt sich jetzt aus», so Streit. Zudem spiele die intensive Vorbereitung im Sommer in der Schweiz mit seinem persönlichen Fitnesstrainer Harry Andereggen eine wichtige Rolle. «Mein Ziel ist es vor jeder Saison, alle 82 Partien der Regular Season absolvieren zu können.»

«Wir gehören in die Playoffs»

Natürlich hofft Streit, dass die Saison nach 82 Spielen noch nicht zu Ende ist. Allerdings sieht es für Philadelphia derzeit nicht allzu rosig aus. Der Rückstand auf einen Playoff-Platz beträgt nach der 2:3-Niederlage in Toronto 4 Punkte und die achplatzierten Boston Bruins haben zudem noch 2 Partien weniger auf dem Konto.

Das Spiel gegen die Maple Leafs hätten die Flyers indes gewinnen müssen. Das Schussverhältnis von 49:17 spricht Bände. Streit alleine prüfte den hervorragenden Toronto-Keeper Jonathan Bernier 10 Mal. «Ein frustrierender Abend, den es so schnell wie möglich zu vergessen gilt», brachte es «Phillys» Nummer 32 auf den Punkt.

Die Playoffs mag Streit aber noch nicht abschreiben. «Wir gehören in die Playoffs. Die Mannschaft hat die Qualität.» In der Kabine hat die Meinung des Assistenz-Captains Gewicht. «Es ist wichtig, dass die älteren und erfahreneren Spieler Verantwortung übernehmen.» So ergreife auch er ab und zu das Wort. «Aber es macht keinen Sinn, herumzubrüllen», sagt der besonnene Berner. «Wichtig ist, dass man positiv bleibt.»

Was kommt nach Philadelphia?

In 2 Jahren läuft Streits Vertrag in Philadelphia aus. Gut möglich, dass der Schweizer, der mit Pat Brisson über einen der besten NHL-Agenten verfügt (u.a. Sidney Crosby und Patrick Kane), noch die eine oder andere Saison anhängt. Eine Rückkehr auf Schweizer Eis schliesst er dagegen aus - ausser im Sommer, wenn der «NHL-Hase» in der Heimat seine Batterien auflädt.

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 27.2.15, 17:00 Uhr