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Wieder stemmt Tampa Bay die Trophäe in die Höhe
Aus Sport-Clip vom 08.07.2021.
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Ohne Einsatz in Regular Season Kutscherow kam, sah und siegte erneut

Tampas Nikita Kutscherow verpasste die gesamte Regular Season. Das hielt ihn nicht davon ab, in den Playoffs erneut gross aufzuspielen.

Beim Titel von Tampa Bay 2020 war Nikita Kutscherow bereits die grosse Figur gewesen. Der Russe steuerte in 25 Spielen 34 Punkte (7 Tore) zum Erfolg bei. Damals hatte er aber schon in der Regular Season mit 33 Toren und 52 Assists in 68 Spielen geglänzt.

In der Saison zuvor wurde er als wichtigster Spieler (MVP) ausgezeichnet, nachdem er mit 128 Punkten (41 Tore) eine persönliche NHL-Bestmarke aufgestellt hatte.

Lange Reha nach Hüftoperation

Umso grösser war der Schock bei der Franchise aus Florida, als bekannt wurde, dass Kutscherow die gesamte Qualifikation der Saison 2020/21 verpassen würde. Der 28-Jährige musste sich an der Hüfte operieren lassen.

Tampas Nikita Kutscherow.
Legende: Zum 2. Mal auf dem Hockey-Olymp Tampas Nikita Kutscherow. imago images

Ohne auch nur einen Auftritt in der Regular Season stieg Kutscherow in die Playoffs – und fand auf Anhieb wieder den Tritt. Im 1. Spiel gegen die Florida Panthers gelangen ihm 2 Tore und 1 Vorlage. In den ersten 4 Spielen sammelte er gleich 9 Skorerpunkte (3 Tore), und so ging es munter weiter.

Keine Anlaufzeit nötig

Am Ende kam Kutscherow auf 32 Skorerpunkte (8 Tore) in 23 Spielen, womit er erneut zum Playoff-Topskorer seines Teams avancierte. Anlaufzeit scheint der hochtalentierte Angreifer nicht zu brauchen.

Doch Kutscherow war nicht die einzige Personalie, die beim Titelverteidiger herausstach:

  • Den 1:0-Siegtreffer im entscheidenden 5. Spiel gegen Montreal erzielte mit Ross Colton ein Rookie, der im Schnitt nur rund 10 Minuten Eiszeit erhielt. In der Regular Season war er lediglich in 30 Spielen zum Einsatz gekommen.
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Hier schiesst Colton Tampa Bay zum Titel
Aus Sport-Clip vom 08.07.2021.
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  • Als erster NHL-Goalie legte Tampas russischer Torhüter Andrej Wassilewski zum fünften Mal in Folge beim entscheidenden Sieg in einer Serie einen Shutout hin und bekam folgerichtig die Conn Smythe Trophy für den wertvollsten Spieler (MVP) der Playoffs.
  • Auch Patrick Maroon schrieb Geschichte. Der Routinier ist der erste Spieler in der «expansion era» (seit 1967), der den Cup dreimal nacheinander mit verschiedenen Teams holte. 2019 war der 33-jährige Amerikaner mit den St. Louis Blues Meister geworden.

Radio SRF 3, Morgenbulletin, 8.7.21, 07:31 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Vince Beam  (vinner)
    Doch jetzt sollen sie zuerst den absolut souveränen Stanleycup-Sieg geniessen. Man kann aber auf nächste Saison gespannt sein. Auch weil ein neues Team in den Kampf um den Cup einsteigen wird.
  • Kommentar von Vince Beam  (vinner)
    Der angesprochene Maroon z.B.:Er war schon beim Titel in seiner Heimatstadt St.Louis mit seiner Erfahrung und seinem Kampfgeist ein wichtiger Baustein. Er wäre gerne in seiner Heimat geblieben, leider war er zu teuer und er musste wechseln. Tampa konnte ihn nur halten, weil Kucherov den Capspace nicht belastete. Coleman ist ein weiteres Beispiel. Er wurde letztes Jahr geholt damit es nicht an Kampfgeist fehlt wie ein Jahr zuvor als man gegen Columbus 4:0 unterging, trotz Rekord-Regularseason.
    1. Antwort von Rolf Hermann  (Raffi)
      Maroon kostet 900'000 USD pro Jahr. Von wegen, er war zu teuer. Er ist 4th liner. Kuch hätte vielleicht 2 oder 3 Wochen in der regular season spielen können. Das behaupten wenigstens die schlechten Verlierer aus Montreal. Er hatte eine Hüft OP. Weil sie ihn in der reg. nicht gebracht haben konnten sie Savard holen. 3. D Paar, mit den wenigsten toi aller D, heute 9 Min. Sonst haben sie auf und während dieser Saison keine namhaften Verstärkungen geholt.Sie waren schon gut gewappnet.
    2. Antwort von Rolf Hermann  (Raffi)
      Montreal war schlicht und einfach nicht gut genug die Bolts wirklich zu fordern. Nur hinten rein stehen und auf Konter lauern ist einfach sehr weng und hat zum Glück nicht gerreicht. Das war die einfachste Serie der ganzen postseason für Tampa. Die Habs sollten Stolz sein auf das erreichte. Ja, nächste Saison wird es nicht mehr so einfach die Playoffs zu erreichen. Wenn Montreal wieder in der Atlantic Division antreten muss.
    3. Antwort von Vince Beam  (vinner)
      Maroon war nur ein Beispiel, oder was meinen Sie warum er St.Louis verlassen musste(er wollte bleiben)? Nach einem Cup steigen die Lohnkosten, Spieler gewinnen an Attraktivität für andere Klubs. Letztes Jahr war in meinen Augen Shattenkirk der einzige gewichtige Abgang, das wird sich dieses Jahr wohl ändern. Ausser alle Spieler verzichten für einen weiteren Run auf den Cup. Ich finde es ok, dass Kucherov nicht gespielt hat in der Regular Season nach dieser heftigen Verletzung.
    4. Antwort von Vince Beam  (vinner)
      Ganz meine Meinung. Habe ich ja auch gesagt. Die wichtigen Additionen machten sie nach dem 4:0-Aus gegen Columbus vor 2 Jahren in der ersten Playoffrunde als souveräner Sieger der Regular Season. Und zwar nicht die Stars, sondern die Fighters (Goodrow, Coleman, Maroon &Co.) waren die wichtigen Zuzüge, Stars hatten sie schon genügend.
    5. Antwort von Rolf Hermann  (Raffi)
      Es tönt einfach so als ob Tampa betrogen hätte und die Spieler über die wir jetzt reden nur deswegen im line up haben konnten. Maroon spielt seit 2019 für 900'000 für Tampa. Goodrow und Coleman haben sie im Feb'20 geholt, also während der regular und mit Kuch im line up. Die Beiden brauchen jetzt neue Verträge und möchten jetzt wohl mehr. Das ist immer ein jonglieren mit dem salary cap für die GM's. Und manchmal muss man deswegen auch Spieler abgeben die man eigentlich halten möchte.
    6. Antwort von Vince Beam  (vinner)
      Von Betrug sprach ich nie.Sagte nur,dass sie in der tollen Lage waren einen Kucherov dazu zu gewinnen in der entscheidenden Phase-welches Team hätte nicht gerne diesen Luxus?Zudem war Stamkos die ganze Postseason fit,auch ein Vorteil im Vergleich zum letzten Jahr.Die machen seit Jahren einen guten Job,zogen ihre Lehren aus der Niederlage gegen Columbus und verpflichteten deshalb Coleman/Goodrow.Nun könnte es wieder spannender werden,da wichtige Personalien evtl.nicht mehr gehalten werden können.
    7. Antwort von Rolf Hermann  (Raffi)
      Deshalb gibt es ja den Salary Cap. Das eben nicht die Teams mit viel mehr Geld die anderen nach belieben dominieren können. Bin froh dass sie sagen sie haben einen guten Job gemacht. Sie haben sich gezielt verstärkt und genau die Spielertypen geholt die sie noch brauchten. Kampfstarke Spieler und PK Spezialisten mit Erfahrung. Und das für 3.6 Mio pro Saison für die Drei inkl. Maroon. Einfach gut gemacht vom GM.
    8. Antwort von Vince Beam  (vinner)
      Ja, gut gemacht von BriseBois. Aber auch schon sein Vorgänger Steve Yzerman machte einen guten Job. Er legte den Grundstein für den Erfolg. Sicher nicht nur einfach für ihn dies von seinem Herzensclub Detroit aus mitanzusehen. Aber eben, dieses Jahr wird es eine grössere Herausforderung das Team zusammen zu halten. Und dann haben die anderen Teams vielleicht wieder mehr Chancen um mitzuhalten.
  • Kommentar von Vince Beam  (vinner)
    Ja.. Grosses Glück im Unglück für Tampa war, dass Kucherov durch seine Absenz während der gesamten Regular Season den Salary Cap mit seinem Gehalt nicht belastete. Dadurch konnte sich Tampa gut wappnen für die Titelverteidigung und sie bekamen in der entscheidenden Phase quasi als Bonus noch ihren besten Feldspieler zusätzlich dazu. Mal schauen wie das nächstes Jahr aussieht mit der Titelverteidigung, nehme nicht an, dass alle wichtigen Puzzleteilchen gehalten werden können.