Wenn es die Verteidiger richten müssen

Roman Josi und Co. bilden in Nashville die Grundlage des Erfolgs – und werden künftig noch dringender gebraucht.

Roman Josi und P. K. Subban im gelben Predators-Dress. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Defensive Superstars mit Offensivdrang Roman Josi und P. K. Subban. Imago

Die traditionelle Rollenverteilung von Stürmern und Verteidigern gilt im modernen Eishockey als überholt. Die Zeiten der schwerfälligen Defensivleute und Angreifer, die kaum rückwärts Schlittschuhlaufen können, ist längst vorbei.

Bestes Beispiel für diese Tendenz sind die Nashville Predators. Die Statistiken der Defensiv-Abteilung des Conference-Finalisten sind beeindruckend:

  • 4 der 8 besten Playoff-Skorer im Team sind Verteidiger.
  • Gemeinsam haben Roman Josi, Ryan Ellis, P. K. Subban und Mattias Ekholm in den Playoffs bereits 36 Skorerpunkte gesammelt.
  • Insgesamt weist das Quartett eine +18-Bilanz auf.
  • Die durchschnittliche Einsatzzeit der vier Verteidiger beträgt über 25 Minuten.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Playoff-Topskorer Ryan Johansen dürften Josi und Co. im Kampf um den Einzug in den Stanley-Cup-Final noch wichtiger werden. Auch Yannick Weber, der 2. Schweizer Stammverteidiger bei den Predators, erfüllt seine vorwiegend defensiven Aufgaben bislang mit Bravour.

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Josis Siegtreffer kurz vor Schluss gegen Anaheim

0:10 min, vom 17.5.2017

Überragender Karlsson

Dass Verteidiger mit Offensivqualitäten immer prägender für das Spiel werden, zeigt ein Blick nach Ottawa. Bei den Senators ist mit dem überragenden Erik Karlsson (2 Tore/15 Assists) gar ein Verteidiger Topskorer des Teams.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 19.05.2017 06:33 Uhr