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National League Abstieg vor Augen: SCL Tigers zum Siegen verdammt

Nach 15 Jahren in der höchsten Schweizer Spielklasse könnte die NLA-Zeit der SCL Tigers heute Abend zu Ende gehen. Die Emmentaler liegen gegen Lausanne mit 1:3 im Rückstand und brauchen nun 3 Siege in Serie, um den drohenden Abstieg abzuwenden.

Jörg Reber (links) und seine SCL Tigers.
Legende: Frustration nach Niederlage Jörg Reber (links) und seine SCL Tigers. EQ Images

Erst einmal schafften die SCL Tigers in dieser Saison 3 Siege am Stück. Dies geschah unmittelbar nach der Absetzung von John Fust als Cheftrainer, als unter dem neuen Coach Alex Reinhard hintereinander Ambri, Bern und die ZSC Lions bezwungen wurden.

Kölliker schon beim Aufstieg mit dabei

Nicht vieles deutet darauf hin, dass dies den SCL Tigers, die nur noch eine Niederlage vom Abstieg in die NLB entfernt sind, erneut gelingen könnte. Zu verhalten waren die letzten Auftritte, zu fahrig das Defensivverhalten, zu harmlos die Offensive und geradezu erschreckend schwach das Überzahlspiel. Auch der erneute Trainerwechsel von Reinhard zu Jakob «Köbi» Kölliker rief keine sichtbare Reaktion hervor. Für Kölliker könnte sich im negativen Sinn ein Kreis schliessen: Der Seeländer stand beim Aufstieg 1998 an der Bande bei den Tigers.

«Wir müssen kämpfen bis zum Umfallen», bemühte Tigers-Stürmer Arnaud Jacquemet in der Berner Zeitung eine Durchhalteparole. Und Routinier Jörg Reber hofft auf den Druck des entscheidenden Sieges: «Die Lausanner sind bisher unbeschwert aufgetreten. Jetzt wird alles anders, jetzt müssen sie die Serie entscheiden.»

Lausanne schon zweimal nahe dran am Aufstieg

Dem HC Lausanne winkt nach dem Abstieg 2005 die Rückkehr in die höchste Schweizer Spielklasse. 2009 und 2010 schnupperten die Waadtländer bereits am Aufstieg, scheiterten aber jeweils in der Liga-Qualifikation in 7 Spielen am EHC Biel. 2010 vergab das Team von Gerd Zenhäusern einen Matchpuck. Nun bieten sich sogar 3 Gelegenheiten, um die Serie für sich zu entscheiden und die SCL Tigers ins Elend zu stürzen.

Daran will man im Emmental aber noch nicht denken. Denn Wolfgang Schickli, Geschäftsführer SCL Tigers, macht keinen Hehl aus den Konsequenzen eines Misserfolgs: «Der Abstieg wäre tragisch!»

6 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant, thun
    Die Tigers sind schon lange abgestiegen, da ist kein Kampfwille, kein Punch, nichts mehr. Die Torhüter sind schwach die Defensive viel zu wenig bissig, Powerplay Fehlanzeige, Boxplay mangelhaft, Langnau hat schicht überhaupt keine Stärken mehr. So sind sie nicht mal in der B stark genug um irgendetwas auszurichten. Es stellt sich nur noch die Frage wieviele Stufen Langnau runterfallen wird. In der 1. Liga wartet z.B. Burgdorf, in der 2. Rot-Blau und in der 3. Konolfingen .
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  • Kommentar von meh pfupf, Fribourg
    man hatte am Schluss der Spiele, wenn man die Kommentare zum Spiel der Langnauer Spieler gehört hat,einfach ein wenig das Gefühl das sie es zu sehr auf die leichte Schulter nehmen..so Kommentare wie z.B ja wir müssen mal schauen und so reicht einfach nicht,wäre schade um Langnau .man sollte sowieso die Liga aufstocken Lausanne & Olten als Gegner wäre auch geil !mal wieder was neues
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  • Kommentar von Von Bergenfels, Sissach(BL)
    @michael heiniger,bern. Losannerli!?!? Ich kann ihren Frust verstehen ERLICH;aber genau dieses Denken"Losannerli" führt zu solchen niederlagen!!! Lausanne ist anderst als Langental und Visp in den Letzten Jahren ein Club der aufsteigen WILL,und alles Vorausetzungen dafür erfüllt sowohl Infrastrukturel,Fans,und Sportlich. Macht mahl so viel lärm wie die Lausanner Fans! Die National Liga B, ist schon lange nicht mehr die Tubeli Liga;)
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    1. Antwort von michael heiniger, bern
      Das ist Verzweiflung und Angst, dass wenn Langnau erst mal abgestiegen ist nie mehr NLA-Luft schnuppern wird. Das Lausanne alle Voraussetzungen erfüllt für den Aufstieg ist mir schon klar. Aber wenn schon untergehen, dann mit erhobenen Hauptes. die letzten Kräfte müssen mobilisiert werden. Wenns dann trotzdem nicht reicht, bin ich der erste, der Lausanne zum Aufstieg gratuliert. Denn dieser Klub hat (das gebe ich neidlos zu) alles richtig gemacht. doch die Hoffnung stirbt zuletzt.
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    2. Antwort von Von Bergenfels, Sissach (BL)
      Ja das kann ich gut verstehen! Verückt ist einfach das auch so scheints kein WIRKLICHER Plan zu existieren scheint ,wenn man absteigen muss. Noch wenniger zu verstehen wenn mann oft am ende der Saison in die playouts gehen muss,spätestens dann MUSS mann auch damit rechnen einmahl abzusteigen,es kann nicht sein das mann dann sogar von Club auflösung spricht uzw,dann hatt man nämlich zieemlich falsch gewirtschaftet. Und das so hoffe wirt den Ämitaler nicht geschehen,währe echt schade!
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