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National League Der Davoser Sieg ist verdient, aber...

Am Dienstag glich der HC Davos im Playoff-Halbfinal gegen den EV Zug zuhause dank einem 3:2-Overtimesieg zum 2:2 aus. Der Erfolg war zweifellos verdient. Zwei entscheidende Szenen geben allerdings zu reden.

Die Davoser jubeln, die Zuger sind enttäuscht.
Legende: Freud und Leid Die Davoser jubeln, die Zuger sind enttäuscht. Keystone

Alles offen im Halbfinal zwischen Davos und Zug. Nach 0:2-Rückstand in der Serie schafften die Bündner am Dienstag zuhause den Ausgleich. In Spiel 4 verwandelte Perttu Lindgren einen 0:1-Rückstand mit zwei verwandelten Penaltys in eine 2:1-Führung. Nach Zugs Ausgleich durch Sandro Zangger war es in der Verlängerung schliesslich Enzo Corvi, der die Gastgeber jubeln liess.

Das Glück erzwungen?

Der Erfolg des HCD war überaus verdient. Das Del-Curto-Team war über die gesamte Partie klar besser. Auch das Schussverhältnis von 42:27 zugunsten der Davoser spricht eine klare Sprache. Mitentscheidend für den HCD-Erfolg waren aber auch zwei durchaus umstrittene Szenen:

  • In der 38. Minute entwischt Lindgren der Zuger Abwehr und zieht alleine auf Goalie Tobias Stephan zu. Der Zuger Johann Morant eilt dem Finnen hinterher und stört diesen entscheidend. Die Schiedsrichter entscheiden auf Penalty, den Lindgren zum 2:1 verwertet.
Legende: Video Die umstrittene Penaltyszene abspielen. Laufzeit 0:44 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 28.03.2017.
  • 90 Sekunden vor Schluss bietet sich dem EV Zug beim Stand von 2:2 die Chance, mit 4 gegen 3 in Überzahl zu spielen. Dieser Vorteil hält nur für 47 Sekunden an, bis die Schiedsrichter Santeri Alatalo wegen eines Stockschlags auf die Strafbank schicken. Dieser Entscheid ermöglicht dem HCD in der Verlängerung ein Powerplay, dass Corvi zum Siegtreffer nutzt.

Legende: Video Die Strafe gegen Alatalo abspielen. Laufzeit 0:33 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 29.03.2017.

Und was sagten die Zuger zu den strittigen Szenen? Bei den EVZ-Akteuren waren die Aktionen nach der Partie kein grosses Thema mehr. Vielmehr blickten sie bereits in Richtung Spiel 5: «Wir haben einfach zu viele Chancen zugelassen. Am Donnerstag müssen wir in der Defensive viel besser stehen», so Verteidiger Robin Grossmann.

Sendebezug: SRF zwei. sportlive, 28.03.17, 20:10 Uhr

19 Kommentare

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  • Kommentar von Hugo Müller (Manuel de Barcelone)
    Tja, liebe Ch- Hockeyfreunde. Mit Zug ist nicht nur aktuell zu rechnen, sondern noch mehr in Zukunft. Eine vorbildliche geführte Nachwuchsabteilung, das Reserveteam in der Nat. B und das ausgeglichen besetzte Fanionteam werden Erfolge garantieren, auch wenn das andere "Machtzentren" nicht wahrhaben wollen. Ich freue mich auf den EVZ-Sieg am Donnerstag.
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  • Kommentar von Markus Feierabend (Quantenmechanik)
    Der Verband will mehr Tore im Spiel der nla. Deshalb Strafen die das Tempo des Spiels beeinflussen. Bei den vielen kleinlichen, peniblen Strafen wird das Spielgeschehen wesentlich beeinflusst und somit direkt auf das Resultat wirksam. Die Referis nehmen direkten Einfluss aufs Spielergebniss! Mehrfach gesehen diese Saison. Der Hockeysports wird so uninteressant! Einfach nur schlecht vom Verband. Die Referis setzen nur die Vorgaben durch. Wie wärs mit grösseren Torgehäusen um mehr Tore zu sehen?
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  • Kommentar von Beat Wild (Beat Wild)
    Eines ist klar. Hätten die Davoser und die Zuger so gut gespielt, wie die Refs gepfiffen haben, dann hätte es keine Diskussionen gegeben. Die besten auf dem Platz waren für einmal die Refs. Herzliche Gratulation.
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    1. Antwort von Hugo Müller (Manuel de Barcelone)
      Sie sind wohl selber Schiedsrichter...unverständlich, dass man bei so krassen spielentscheidenden Fehlentscheiden von guter Leistung sprechen kann...
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