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National League Neue Eisfeld-Masse machen Powerplays effizienter

Die auf diese Saison hin vergrösserten Angriffsdrittel haben einen Einfluss auf die Partien in der NLA. Die Teams zeigen sich mit wenigen Ausnahmen in den Powerplays deutlich effizienter als noch in der vergangenen Spielzeit.

Die Lakers-Schweden Danielsson (l.) und Johansson.
Legende: Powerplay-Spezialisten Die Lakers-Schweden Danielsson (l.) und Johansson. Keystone

Zwei Regeländerungen wurden vor dem Start in die neue Saison intensiv diskutiert: Das Hybrid-Icing sowie die Vergrösserung der Angriffsdrittel um je 1,5 Meter. Während sich Spieler und Referees erstaunlich schnell an die neue Icing-Regel gewöhnt haben, haben die veränderten Masse des Spielfelds einen interessanten Effekt: Die Powerplays wurden wesentlich effizienter.

Rapperswil mit der grössten Steigerung

Die grösste Verbesserung im Überzahlspiel hat Rapperswil-Jona erreicht. Die Lakers kommen in der neuen Saison in 21,8% ihrer Powerplays zum Torerfolg. In der letzten Saison betrug dieser Wert bei den Lakers nur 10,3%. Und: Knapp 40% aller «Rappi»-Tore fielen 2014/15 in Überzahl - im letzten Jahr waren es nur 19,7%.

Kritiker mögen einwenden, dass die Lakers mit den Schweden Mikael Johansson, Nicklas Danielsson und Niklas Persson über ausgewiesene Powerplay-Spezialisten verfügen - was auch stimmt. Aber: Danielsson und Persson spielten bereits in der vergangenen Saison in Rapperswil. Und der Trend zu effizienteren Powerplays lässt sich auch in anderen Teams feststellen.

Denn: Gleich 9 der 12 NLA-Mannschaften haben ihre Powerplay-Quote in der neuen Saison gesteigert. Der Ligawert stieg von 16,32% ausgenutzter Überzahlspiele auf neu 19,24%. Die Hockey-technische Erklärung für den doch signifikanten Anstieg ist schnell gefunden: Durch die grösseren Angriffsdrittel fällt es den Teams in Unterzahl schwerer, ihre «Box», also ihr Verteidigungsdispositiv, kompakt zu halten.

Art des Powerplays verändert sich

Die Mannschaften in Überzahl dagegen nutzen den zusätzlichen Raum für kreative Kombinationen. Auffällig ist, dass viele Powerplay-Tore neu nach Querpässen fallen. Die «klassische» Variante mit einem Slapshot von der blauen Linie ist aufgrund der grösseren Distanz des Schützen zum Tor dagegen seltener geworden.

Der Blick auf die Statistik bietet allerdings auch eine Überraschung: Die einzigen Teams, die ihre Quote im Powerplay in der neuen Saison bislang nicht steigern konnten, sind die ZSC Lions und Davos. Und damit ausgerechnet jene Mannschaften, die die Liga bislang dominieren und als besonders spielstark gelten. Auch Spitzenteams haben immer Potenzial zur Steigerung. Speziell nach der Einführung neuer Regeln.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 30.10.2014, 18:45 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von Rafael, Zürich
    Leider haben damit Fehler der Unparteiischen einen grösseren Einfluss. Aber grundsätzlich sicherlich eine gute Änderung.
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    1. Antwort von F. Koller, Luzern
      Ich persönlich finde es eine schlechte Änderung. Wenn die Jungs dann nach Amerika in die NHL gehen, kommen sie auf die Welt, weil dort die Angriffsdrittel sonst schon kleiner sind und sie viel weniger Zeit und mehr Körperkontakt haben. Wir wollen doch, dass unsere Spieler auch gegen die Topstars eine Chance haben.
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    2. Antwort von Robert Meier, Zürich
      Guter Einwand. Man sollte sich in Europa eher überlegen, die Eisfelder zu verkleinern, damit sich die grösseren Spieler besser durchsetzen, welche sich auch in der NHL etablieren können. Zudem ist auf kleineren Eisfeldern das Spiel umkämpfter, sprich: Es gibt mehr Körperkontakt.
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    3. Antwort von Raffi, away
      Die rinks in der NHL sind etwa gleich lang,200ft/60.9m, wie bei uns. Sie sind aber rund 4 meter schmaler. 85ft/26m. Die Angriffszonen sind auch da drüben gross. Sprich, die neutrale Zone ist weniger als ein drittel des rinks. Sieht eher wie eine Annäherung an die NHL aus.
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    4. Antwort von martin, montreal
      die felder der NHL sind genau gleich lang. nur auf beiden Seiten 2m schmaler. die blaue Linie der angriffdrittel wurde vor ein paar Jahren wieder einmal Richtung Mittellinie verschoben. ich denke die offensive zone ist in der nhl immernoch grösser, aber schmaler. die regeln in europa und der iihf sollten auch angepasst werden, z.b das icing ist in der nhl viel besser gelöst. (erst bei pick Berührung des Verteidigers wird gepfiffen. somit hat der Stürmer eine chance)
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