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National League Nilsson schiesst die Lions ins Glück

Die ZSC Lions haben in extremis einen 0:2-Rückstand in der Viertelfinal-Serie gegen Lausanne verhindert. Der Quali-Sieger machte beim Aufsteiger zweimal einen Rückstand wett und setzte sich schliesslich im Penaltyschiessen 3:2 durch.

Mann des Spiels bei den Zürchern war Robert Nilsson. Der Schwede mit Schweizer Lizenz traf in der 6. Runde des Penaltyschiessens, nachdem er selbiges schon in der 59. Minute geschafft hatte. Damit bewerkstelligte er nicht nur den Ausgleich in der Serie. Er sorgte auch dafür, dass die Lions nach 6 verlorenen Penaltyschiessen endlich einmal eines gewinnen konnten in dieser Saison.

Lausannes verhängnisvoller Wechselfehler

In der Verlängerung hatte Lausanne dem Sieg näher gestanden. Die Waadtländer konnten gleich dreimal in Überzahl agieren. Die Lions hielten aber hinten - auch mit etwas Glück - dicht.

Zuvor hatte die Schlussphase des 3. Drittels Dramatik pur geboten: In der 56. Minute erzielte Lausannes Schwede Daniel Bang nach einem Energieanfall das 2:1 für den Aufsteiger. Lukas Flüeler im ZSC-Tor machte dabei keine gute Figur.

Doch in der 59. Minute unterlief den Waadtländern ein Wechselfehler. Das Regelbuch besagt, dass ein solcher in den letzten 2 Spielminuten automatisch zu einem Penalty führt. Lausanne legte einen Spielfeldprotest ein, zog ihn später aber wieder zurück. Nilsson hielt der Nervenprobe stand und versenkte die Scheibe backhand unter die Latte.

ZSC nach 44 Sekunden in Rücklage

Das 1. Tor der Partie hatten die 8000 Fans in der Patinoire de Malley bereits nach 44 Sekunden bejubeln können. Topskorer Juha-Pekka Hytönen traf mit dem 1. Angriff aus kurzer Distanz zum 1:0. Wie schon am Dienstag hatte sich Flüeler in der 1. Spielminute bezwingen lassen müssen.

Erst nach 26 Minuten und dem 1:1 durch Captain Mathias Seger kam der ZSC besser ins Spiel. Ryan Keller im Powerplay und Marc-André Bergeron mit einem Gewaltsschuss kamen zu guten Chancen. Tore fielen indes bis zur turbulenten Schlussphase keine mehr.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Valentin Vieli, Wald
    Das IHF Regelbuch sagt klar, dass ein Wechselfehler in den letzten zwei Minuten nur bei ABSICHT mit Penalty zu bestrafen ist. Die Absicht muss der Verband beweisen. Jurstisch gilt also hier die umgekehrte Beweispflicht. Die TV Bilder zeigen keine Absicht im Sinne von: Puck oder Gegner aufhalten, entscheidend ins Spiel eingreifen. Ob andere Stadionvideos das belegen, kann ich nicht beurteilen. Wenn der Head die Szene als absichtlicher Wechselfehler taxiert, bleibt es ein Tatsachenentscheid.
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  • Kommentar von Teletext, Zürich
    Schade für Lausanne, sie hätten den Sieg klar verdient und viele tolle Chancen kreiert. Eigentlich müsste nun 2:0 für Lausanne sein... Penaltyschiessen darf es im Playoff-Modus einfach nicht geben. Warum kann nicht einfach noch eine weitere Verlängerung gespielt werden (siehe NHL)?
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    1. Antwort von M.Rohrbach, Zürich
      Ach, willst du etwa morgens um 2 nich in der halle sein? Ich nicht
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  • Kommentar von M.Rohrbach, Zürich
    Fairer sportsmann der Ehlers. Find och gut dass er den Protest zurückgezogen hat. Der Entscheid auf Penalty war richtig. In dieser Serie ist echt Feuer drinn :D froie mich auf Samstag :D
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    1. Antwort von Renata Rubina Rolischo, Dielsdorf
      Mit Sportlichkeit hat das nichts zu tun, das ist "normal", dass man das so macht. Der Protest wird im Spiel angemeldet (was man immer tun soll, wenn man sich unsicher ist), und ist nach dem Spiel entweder zurückzuziehen, oder zu bestätigen. Da hat man Zeit, kurz ins Regelbuch zu schauen. Das Vorgehen ist also durchaus korrekt und sinnvoll. Nicht per se besonders sportlich - einfach normal halt.
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    2. Antwort von Valentin Vieli, Wald
      Es ist hier nicht die Problematik der Fairness zu diskutieren. Vielmehr stellt sich die Frage, ob ein regeltechnischer Fehler der Schiedsrichter vorlag. Und da ist es richtig, grundsätzlich einmal Protest einzulegen. Der ZSC hat sich mit diesem verwandelten Penalty wieder ins Spiel gebracht. Vermutlich war der Schiri-Entscheid falsch, denn die Absicht beim fehlerhaften Wechsel war nicht erkennbar. Nur dann darf ein Penalty verhängt werden. Lausanne möchte ja diese Playoff Partie auch gewinnen.
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    3. Antwort von Silberling, Silberland
      Also wenn man die Übertragung geschaut hat, hat man auch gehört was Mario Rottaris zu dem Entscheid sagte und man müsste meinen damit ist alles klar. Er ist vom Fach und hat sofort erklärt weshalb der Entscheid korrekt war. Ich (als Zett fan) bin aber auch der Meinung das Lausanne sich den Sieg verdient hätte. Chapeau was dieses Team leistet.
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