Revanche geglückt: Lions zeigen dem Meister den Meister

Die ZSC Lions nehmen für das bittere Playoff-Out im Frühjahr Revanche und schlagen den SC Bern mit 4:2. Die Zürcher sind dem amtierenden Meister dabei stets eine Nasenlänge voraus.

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Die Lions zeigen dem SCB den Meister

5:39 min, aus sportaktuell vom 17.9.2016

Über mangelnde Emotionen konnte sich in der PostFinance-Arena keiner beklagen: Schon im aufgeheizten 1. Drittel wurden Bandenchecks und Faustschläge ausgeteilt, zur Spielhälfte kam es gar zu 2 beinahe ausufernden Rudelbildungen innert Sekunden.

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Bildlegende: Rudelbildung in der Hauptstadt Kein seltenes Bild: Die beiden Equipen finden sich in Bern zur «Gruppenumarmung». EQ Images

Die hitzige Stimmung und die ruppige Gangart im Giganten-Duell waren natürlich auch durch das letzte Aufeinandertreffen zu erklären. Im Frühjahr hatte der SC Bern den Qualifikationssieger aus Zürich gleich mit 4:0 aus den Playoffs gekegelt.

Dafür konnten die Lions mit dem 4:2-Sieg also Revanche nehmen – allerdings unter besonderen Umständen. Nach der frühen Führung durch Robert Nilsson (3.) sahen die gut 16'000 Zuschauer nämlich trotz zahlreicher Torchancen fast eineinhalb Stunden lang keinen weiteren Treffer.

Klare Drittelsaufteilung

Während die Gäste im ersten Abschnitt powerten und die «Mutzen» teilweise schwindelig spielten, drehte der Meister im Mittelabschnitt gehörig auf und dominierte Puck und Gegner. Am Ende konnten sich die Zürcher bei Schlussmann Niklas Schlegel bedanken, der für Lukas Flüeler zwischen den Pfosten stand, dass sie die 1:0-Führung in die letzte Pause mitnehmen konnten.

Im letzten Abschnitt ging es dann plötzlich auch tore-mässig drunter und drüber. Ab der 49. Minute fielen innert 6 Minuten 4 Tore – brüderlich aufgeteilt auf die beiden Teams. Erst traf Maxim Noreau in Überzahl zum Ausgleich (49.), ehe Chris Baltisberger die Zürcher Führung postwendend wiederherstellte (50.).

Auch die 2. Coaches-Challenge der Saison bleibt erfolglos

Nur wenigen Minuten später konterte Mattias Sjörgen (55.) den zwischenzeitlichen Ausgleich von Berns Topskorer Mark Arcobello (53.) – wovon ihn auch die Coaches-Challenge von Kari Jalonen wegen eines angeblichen Abseits nicht abhalten konnte. Zwei Minuten vor Schluss machte Pius Suter mit seinem Treffer ins mittlerweile verwaiste Berner Tor den Deckel drauf.

Damit traf der ZSC erstmals in dieser Saison häufiger als zweimal ins gegnerische Tor und bleibt im Tabellen-Spitzentrio vertreten, während die Berner sich trotz der Niederlage knapp über dem Strich halten können.

Sendebezug: Laufende Eishockey-Berichterstattung