Schnellstarter aus Zug und schlechtes Lakers-Omen

Nach den ersten drei Runden in der NLA-Qualifikation dürfen sich Leader Zug und auch Aufsteiger Lausanne über einen gelungenen Saisonstart freuen. Bei den Lakers und auch dem letztjährigen Quali-Gewinner Fribourg-Gottéron läuft es indes noch nicht rund.

Es sind zwar erst drei Vollrunden gespielt in der neuen NLA-Saison. Das ist gerade einmal sechs Prozent des gesamten Quali-Pensums von 50 Spieltagen. Dennoch haben die Fans in den Stadien schon 107 Tore gesehen, zwei Hattricks beklatschen dürfen (Fabian Sutter, Dino Wieser) und sogar eine NHL-reife Keilerei (Alain Reist vs. Jim Vandermeer) vorgesetzt bekommen.

Zentralschweizer Schnellstarter

An Action mangelte es seit dem Auftakt letzten Donnerstag nicht. Der EV Zug scheint dabei am schnellsten den Meisterschafts-Rhythmus gefunden zu haben. Die Zentralschweizer liegen mit 7 Punkten auf Platz 1. Dies überrascht wenig, hat sich doch der EVZ in den vergangenen Jahren mit Ausnahme von 2012 als veritabler Blitzstarter entpuppt.

Westschweizer Überraschung

Positiv konnte sich auch der Aufsteiger in Szene setzen. Lausanne hat die höher gehandelten Teams Kloten und Lugano bezwungen und vor allem in der Offensive mit 13 Treffern überzeugt.

Die Waadtländer (3.) sind denn auch etwas überraschend der einzige Westschweizer Klub über dem Strich. Der letztjährige Quali-Gewinner Fribourg-Gottéron und auch Genf-Servette, das vor Jahresfrist mit 9 Siegen in die Saison gestartet war, sind noch nicht richtig auf Touren gekommen.

Berner Probleme

Gleiches gilt übrigens für Schweizer Meister SC Bern (8.). Die «Mutzen» zeigten sich in der Defensive, dem Prunkstück der letzten Spielzeit, äusserst anfällig und haben schon zwölf Tore zugelassen. Nur unwesentlich besser lief es bislang den siebtplatzierten ZSC Lions.

Als Lakers-Fan muss einem schon nach drei Runden Angst und Bange werden. Wer gegen den Aufsteiger zu Hause acht Gegentreffer zulässt und auch gegen Ambri und Lugano nicht gewinnen kann, wird es schwer haben, die anvisierten Playoffs zu erreichen.

Rapperswiler Omen

Glücklicherweise stehen für Rapperswil und Co. noch 47-Quali-Runden aus, der Meister wird nicht vor April 2014 gekürt. Und das Vorjahr hat gezeigt, dass die Topteams nach drei Runden die Saison nicht zwingend auch an der Spitze abschliessen müssen (Genf und Lugano scheiterten damals im Viertelfinal). Aber Vorsicht: Die SCL Tigers, 2012 das Schlusslicht zum gleichen Zeitpunkt, stiegen letztlich ab.

So war es vor einem Jahr nach der 3. Runde

PlatzTeamAnzahl PunktePlatzierung zum Saisonende
1.Genf-Servette9 PunkteOut im Viertelfinal
2.Lugano7 PunkteOut im Viertelfinal
3.Ambri-Piotta6 PunktePlayouts
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12.SCL Tigers2 PunkteAbstieg