Steinegger: Immer ein Paar Schlittschuhe für Pouliot dabei

Marc-Antoine Pouliot ist bei Biel so richtig angekommen. Kein Wunder, hinterlässt der Kanadier doch nicht zum ersten Mal seine Spuren im Seeland.

Marc-Antoine Pouliot jubelt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Jubellaune Marc-Antoine Pouliot blüht bei Biel (wieder) auf. Keystone

Anfang Oktober gerät Marc-Antoine Pouliot in die Schlagzeilen. Der Kanadier wird bei Gottéron suspendiert. Aus bizarrem Grund: Er soll das Gastspiel in Zug nicht bestritten haben können, weil er seine Schlittschuhe vergass.

«  Wir haben beidseitig gute Erfahrung gemacht. »

Martin Steinegger
Sportchef EHC Biel

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Martin Steinegger

Martin Steinegger

Der Biel-Sportchef wollte Pouliot schon 2013 halten.

Das Rennen um den begehrten Ex-NHL-Center (200 Spiele) macht Biel. Dass diese Kombination funktioniert, zeigte sich bereits in der Saison 2012/13. Seite an Seite mit den in Folge des Lockouts in der Schweiz spielenden NHL-Stars Patrick Kane und Tyler Seguin avancierte Pouliot zum wichtigsten Vorlagengeber.

Wie kam es zum neuerlichen Engagement? «Pouliot absolvierte bei uns bereits vor 3 Jahren eine starke Saison. Wir haben beidseitig gute Erfahrungen gemacht. Dadurch riss der Kontakt nie ganz ab», so Biels Sportchef Martin Steinegger.

«  Wir hätten Pouliot 2013 gerne gehalten. »

Zwei Monate später dominiert Pouliot wieder die Berichterstattung im Ressort Hockey. Der Grund ist indes ein völlig anderer: Mit 3 Assists gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Freiburg (5:3) und dem entscheidenden Treffer in der Verlängerung gegen den ZSC (5:4) steht der 31-Jährige sinnbildlich für den Aufschwung der seit 3 Spielen ungeschlagenen Seeländer.

Pouliot lässt Biel gegen ZSC jubeln

0:30 min, aus sportaktuell vom 3.12.2016

Wieso blieb Pouliot damals nicht bei Biel? Steinegger betont: «Wir hätten Pouliot gerne gehalten. Der von Fribourg angebotene Vertrag war aber höher dotiert und er zog diese Option.» Sein aktueller Kontrakt läuft bis Ende Jahr, und dann? «Wir werden bis Ende Saison zuwarten. Wir haben für nächste Saison bereits 3 Ausländer unter Vertrag.»

Ersatzschlittschuhe immer dabei

Auf dem Eis muss man sich also aktuell keine Sorgen um den Mann aus Québéc machen. Wie stehts mit der Matchvorbereitung? Auch hier hat Steinegger eine passende Lösung bereit: «Ich habe in meinem Auto immer ein Ersatzpaar Schlittschuhe dabei.»

Sendebezug: Radio SRF 1, 3.12.16, 22-Uhr-Bulletin