«Wann ist deine Zeit zu gehen?»: Spylos Abrechnung mit Schläpfer

Der frühere EHC-Biel-Stürmer Ahren Spylo hat in einem aussergewöhnlichen Facebook-Statement seinen Ex-Chef Kevin Schläpfer hart kritisiert. «Zeig mir den angemessenen Respekt», fordert der derzeit vertragslose Kanadier von Biels Trainer.

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Bildlegende: Auf der Bank musste Ahren Spylo zuletzt in Biel seiner Meinung nach zu oft Platz nehmen. EQ Images

Während 6 Jahren gehörte Ahren Spylo zu den Teamleadern beim EHC Biel. Auf diese Saison hin verlängerten die Seeländer den Vertrag mit dem 32-jährigen Deutsch-Kanadier nicht mehr. Dies hat Spylo, der derzeit auf der Suche nach einem neuen Klub ist, offenbar noch nicht verarbeitet.

In einem Facebook-Posting griff er Biel-Trainer Kevin Schläpfer scharf an. Dass Schläpfer Spylos 6-Jahres-Bilanz nur mit einem «gut» bezeichnete, wurmt ihn besonders. «Wie würdest du denn deine 6 Jahre als Coach bezeichnen?», fragt Spylo in Anspielung auf die wiederkehrenden Abstiegssorgen in Biel.

Trotz Verletzungssorgen viele Skorerpunkte

«Letzte Saison bestritt ich 35 Spiele, die meisten mit einer gerissenen Sehne und Bandscheibenproblemen, erhielt von dir wenig Eiszeit und wurde trotzdem drittbester Skorer (10 Tore, 12 Assists, Anm. d. Red.). Du hast die gesamte Saison gecoacht und wurdest Letzter, nachdem du mich zum Start der Playout-Serie gegen Langnau rausgenommen hast. Du sagtest, ich hätte ein schlechtes Jahr gehabt und meine Zeit sei abgelaufen. Wann ist deine Zeit zu gehen?», fragt Spylo.

Der Stürmer ist der Ansicht, auch andere Spieler seien nicht korrekt behandelt worden: «Gute Spieler kommen nach Biel. Aber dort funktioniert es nicht. Welch' Wunder! Schau, wieviele Spieler das Team verlassen haben, weil sie nicht dort bleiben wollten. (...) Zeig mir angemessenen Respekt, denn ich glaube, ich habe ihn verdient», schloss Spylo.

Aufmunternde Kommentare

Die Mehrheit der Personen, die Spylos Posting kommentieren, ist dem Kanadier wohlgesonnen. Nicht so gut dürfte allerdings ein Satz ankommen, den er an Schläpfer richtet: «Diese Worte kommen vom selben Typen, der während eines Spiels einen Nervenzusammenbruch hatte und nicht mehr weiter coachen konnte.» Spylo sprach damit eine Szene an, als Schläpfer 2013 wenige Tage nach dem Tod seiner Mutter und unmittelbar bevorstehender Playoff-Qualifikation des Teams die Kabine aufsuchen musste.

Sendebezug: Laufende Eishockey-Berichterstattung