Was spricht für Lugano? Und was für Bern?

Am Samstag beginnt in Lugano der Playoff-Final zwischen dem HCL und dem SCB. Die Ausgangslage ist völlig offen. Beide Überraschungsteams haben ihre Stärken. Wir haben je drei aufgelistet.

Zweikampf zwischen 2 Hockeyspielern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Über Kampf zum Titel Luganos Steve Hirschi (l.) gegen Berns Simon Bodenmann. Keystone

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TV-Hinweis

TV-Hinweis

SRF zwei überträgt sämtliche Partien des Playoff-Finals (Best of 7) zwischen dem HC Lugano und dem SC Bern live. Den Anfang macht am Samstag um 20:00 Uhr Spiel 1 aus Lugano. Die Partie gibt es auch hier im Stream zu sehen – inklusive Ticker.

Das spricht für Lugano:

  • Auswärtsstärke: Lugano fühlt sich auf fremdem Eis zuhause. Die «Bianconeri» haben in diesen Playoffs sämtliche Auswärtspartien gewonnen – zwei in Zug und drei in Genf. Zwar geniesst der HCL gegen Bern Heimrecht und wäre nicht auf ein Break angewiesen. Aber mit einem Auswärtserfolg am Dienstag in Spiel 2 wird Lugano den heimstarken SCB schon gehörig unter Druck setzen.
  • Ausländer: Zusammen mit Damien Brunner sind sie das offensive Prunkstück des HC Lugano: Tony Martensson, Frederik Pettersson und Linus Klasen. Die drei schwedischen Stürmer sind das Tessiner Herzstück und haben in 10 Playoff-Spielen zusammen 31 Punkte gesammelt. Einmal in Fahrt gekommen, sind Luganos Ausländer kaum zu stoppen. Auch vom SC Bern nicht.
  • Titelhunger: Seit 2006 warten die Luganesi auf den 8. Meistertitel der Klubgeschichte. Fast 10 Jahre hat es gedauert, ehe die Tessiner überhaupt wieder einmal eine Playoff-Serie gewinnen konnten. Unter Trainer Doug Shedden ist Lugano jetzt aber in Fahrt gekommen, der Titelhunger ist geweckt. Zeit, dass aus Lugano wieder das «Grande Lugano» wird.

Das spricht für Bern:

  • Nervenstärke: Die Saison der Berner ist verrückt: Zunächst nur knapp die Qualifikation für die Playoffs geschafft. Dann als krasser Aussenseiter beim Quali-Sieger ZSC angetreten. Nach der Demonstration gegen die Zürcher der Medienrummel um den auf Ende Saison geschassten Coach Lars Leuenberger. Es folgte eine erneute Machtdemonstration gegen den Titelverteidiger aus Davos. Der SCB lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen.
  • Gelassenheit: Das Spiel der «Mutzen» lebt zu einem grossen Stück von physischer Härte. Aber: Die Berner übertreiben es nicht mit der Aggressivität. Die «Strafenkönige» der Hauptstädter, Roy Derek und Eric Blum, sammelten in den 5 Halbfinals je 14 Strafminuten. Lugano-Aggressor Maxim Lapierre holte sich in seinen Halbfinals 52 Strafminuten ab. Gesamthaft kommt der SCB in den Playoffs auf 102 Strafminuten, Lugano auf mehr als doppelt so viele (205).
  • Vergangenheit: Seit 1986 trafen die beiden Teams im Playoff 8 Mal aufeinander. Nur 2 Serien gingen an Lugano. Oder in Partien ausgedrückt: In 37 Playoff-Partien ging der SCB 27 Mal als Sieger vom Eis. Und: Bern kann sich noch erinnern, wie man den Titel erringt. 2010 und 2013 ging der Meisterpokal in die Hauptstadt.

Wer wird Schweizer Meister?

  • Lugano

    35%
  • Bern

    64%
  • 1761 Stimmen wurden abgegeben

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Eishockey-Playoffs