ZSC muss sich gegen Genf deutlich steigern

Der überlegene Qualifikationssieger ZSC Lions hat sich in den Playoff-Viertelfinals gegen Aufsteiger Lausanne nur mit Mühe durchgesetzt. Im Halbfinal gegen Genf sind die Zürcher erneut Favorit, doch es dürfte wieder eine sehr enge Serie geben.

Kevin Romy und Patrick Geering kämpfen um die Scheibe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Duell auf Augenhöhe Zürichs Patrick Geering und Genfs Kevin Romy kämpfen um die Scheibe. Keystone

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TV-Hinweis

TV-Hinweis

Über das 1. Halbfinal-Spiel zwischen den ZSC Lions und Genf berichten wir am Donnerstag im Anschluss an das Live-Spiel Freiburg-Kloten. Den 2. Match zeigen wir am Samstag ab 20:00 Uhr live.

Viermal haben die ZSC Lions und Genf in dieser Saison gegeneinander gespielt, wobei das Team von Marc Crawford drei Mal als Sieger vom Eis gegangen ist. Die Genfer feierten beim 3:2-Auswärtssieg nach Penaltyschiessen ihren einzigen Erfolg. Beim letzten Playoff-Duell vor sechs Jahren setzten sich die Zürcher im Final mit 4:2 durch.

ZSC: Fehlende Playoff-Effizienz

Viele Experten sind der Ansicht, dass die Zürcher im Vergleich mit den anderen Halbfinalisten die grösste Qualität haben. Wollen die Zürcher aber gegen Genf bestehen, müssen sie ihre Effizienz deutlich steigern. Weder beim Halbfinal-Out gegen Fribourg-Gottéron vergangene Saison (1:4) noch dieses Jahr überzeugte das Team von Marc Crawford nach guter Qualifikation.

Eine entscheidende Rolle dürfte das Powerplay spielen: Gehörte das Überzahl-Spiel in der Qualifikation noch zu den grossen Stärken der Lions (22.6% aller Powerplays führten zu einem Treffer), erzeugte das Crawford-Team gegen Lausanne mit einem Mann mehr zu selten den gewünschten Druck (12.5%).

Genf: Steigerung in der Defensive

Seit dem Spengler-Cup-Sieg an Silvester überzeugte Genf auf der ganzen Linie – auch im Playoff-Viertelfinal gegen Lugano, in dem sich die Genfer mit dem klaren Verdikt von 4:1 durchgesetzt haben. Zwar verfügt Genf mit Kaspars Daugavins und Matthew Lombardi über zwei der erfolgreichsten Stürmer der Saison, doch auch die Powerplay-Ausbeute der Westschweizer lässt im Vergleich zur Qualifikation zu wünschen übrig (von 18,7% runter auf 7,7%).

Gegen die Mannschaft von Chris McSorley spricht, dass sie noch nie eine Playoff-Serie für sich entscheiden konnte, wenn sie im ersten Spiel auswärts antreten musste.

Hoffnung dürfte den Servettiens die markante Steigerung in der Defensive machen. Während die Genfer in der Qualifikation noch durchschnittlich 2,6 Gegentreffer pro Spiel kassierten, war es gegen Lugano gerade mal einer.

Playoff-Statistik 2013/14

ZSC LionsGenf-Servette
Topskorer:Luca Cunti, 5 (1/4)Kaspars Daugavins, 6 (2/4)
Ausländertore:47,1% (8 von 17)33,3% (4 von 12)
Powerplay:12,5%7,7%
Boxplay:84%92,3%
Heimbilanz:4 Spiele, 2 Siege3 Spiele, 3 Siege
Auswärtsbilanz:3 Spiele, 2 Siege2 Spiele, 1 Sieg
Strafenkönig:Marc-André Bergeron (27)Goran Bezina (29)
Zuschauerschnitt:89866384