Visp-Rekurs erfolgreich: Sieg in Langenthal zählt

Das NLB-Playoff-Halbfinal-Spiel Langenthal-Visp (5:6 n.V.) zählt doch. Das Verbandssportgericht hat den Rekurs der Walliser gegen die Annullierung des Spiels vom letzten Donnerstag gutgeheissen. Damit steht es in der Serie nur noch 3:2 für Langenthal.

Langenthal (Noël Guyaz, links) und Visp (Niki Altorfer) schenken sich nichts. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kampf auf dem Eis und am grünen Tisch Langenthal (Noël Guyaz, links) und Visp (Niki Altorfer) schenken sich nichts. EQ Images

NL-Einzelrichter Reto Steinmann hatte das 3. Playoff-Halbfinal-Spiel wegen eines regeltechnischen Fehlers des Schiedsrichter-Quartetts für ungültig erklärt und eine Wiederholung angeordnet. Dieses Urteil hob das Verbandssportgericht nun auf, der Overtime-Sieg der Walliser bleibt bestehen.

Damit steht es in der Playoff-Serie nur noch 3:2 und es kommt am Donnerstag zu keinem Wiederholungsspiel. Die nächste Partie findet am Freitag in Visp statt.

Protest erst gutgeheissen

In der dramatischen Partie vom letzten Freitag hatte Visp eine 5:0-Führung verspielt, ehe es sich in der 1. Minute der Verlängerung doch noch durchsetzte. Zum Protest kam es, weil Schiedsrichter Daniel Wirth 70 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit Langenthals vermeintlichen 6:5-Siegtreffer nach Videokonsultation aberkannte, nachdem er zuvor auf dem Eis noch auf Tor entschieden hatte. Der Spielfeldprotest der Langenthaler wurde von Steinmann am Samstag gutgeheissen.

Eindeutig kommuniziert

Für das Verbandssportgericht stand hingegen ausser Frage, dass die beiden Head-Schiedsrichter mit ihrem klaren Zeichen bei der Rückkehr aufs Eis nach der Videokonsultation («kein Tor!») eindeutig kommuniziert haben. Referee Daniel Wirth stand während des Verfahrens ausserdem zu seinem Entscheid, räumte allerdings ein, sich womöglich nach dem Videoentscheid gegenüber der Langenthaler Bank (Captain und Coach) zu wenig präzis ausgedrückt zu haben. Das hingegen war für das Verbandssportgericht nicht von Belang, denn «es kann jetzt keiner mehr genau sagen, was gesagt worden ist».