Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Klotens Mix macht es aus Mit alten Hasen und neuen Ambitionen zurück nach oben

Mit Kloten kehrt ein alter Bekannter in die National League zurück. Es ist das Ende einer langen Leidenszeit.

Steve Kellenberger
Legende: Routinier und Identifikationsfigur Rekordspieler Steve Kellenberger. Keystone/Urs Flüeler

Mit dem Finalsieg über Olten meldet sich Kloten in der höchsten Schweizer Eishockey-Spielklasse zurück. 2018 waren die finanziell und sportlich gebeutelten Zürcher Unterländer in die Swiss League abgestiegen.

Der Mann, der die Zürcher Unterländer damals ins Elend stürzte, steht jetzt als Baumeister des Erfolgs an der Bande. Jeff Tomlinson hatte Kloten mit den Rapperswil-Jona Lakers ins Unterhaus befördert. Er schaffte, worauf die Fans schon lange hofften und was seine Vorgänger verpassten. Denn der Weg zum Aufstieg war ein steiniger:

  • 2019: Bereits im Viertelfinal scheitert das Unterfangen direkter Wiederaufstieg. Langenthal gewinnt die Serie überraschend 4:1.
  • 2020: Die Saison wird wegen der Corona-Pandemie in beiden Ligen vorzeitig abgebrochen. Es gibt keinen Aufsteiger in die National League.
  • 2021: Ajoie durchkreuzt die Pläne der Klotener im 6. Finalspiel. Die «kleinen» Jurassier sichern sich die Promotion anstelle des stolzen Traditionsklubs.

In der zweiten Saison ohne Ligaqualifikation hat Kloten dem Druck standgehalten. Dieser war nicht unwesentlich, denn künftig wird es für die Klubs aus der Swiss League wieder bedeutend schwieriger, den Sprung in die höchste Liga zu schaffen. «Kloten gehört in die National League, das ist völlig klar», hatte Tomlinson bereits vor seinem Amtsantritt vor einem Jahr gesagt. Er hat geliefert.

Wolf als Rückhalt, Kellenberger als Identifikationsfigur

Die Flughafenstädter haben auch im Tor auf einen Aufstiegsexperten vertraut. Tim Wolf, der mittels B-Lizenz auf Leihbasis von Ajoie gekommen war, avancierte in den Playoffs mit seiner Ruhe und Abgeklärtheit zum Stammgoalie und verdrängte Sandro Zurkirchen. Im Final bestritt er alle Partien.

Das Gesicht der Mannschaft ist aber ein anderer Spieler: Steve Kellenberger. Anders als andere blieb der Ur-Klotener seinen Farben auch nach dem Abstieg treu. 716 Partien bestritt er bereits, kürzlich löste er Romano Lemm (714) als Rekordspieler des Klubs ab.

Video
Kloten ist zurück im Oberhaus
Aus Sport-Clip vom 20.04.2022.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 55 Sekunden.

Braucht es eine Verjüngung?

Der 35-jährige Kellenberger ist einer von 15 Spielern im Kader, die älter als 30 Jahre sind. Auch die torgefährlichen Ausländer Eric Faille (32) und Robin Figren (34) gehören in diese Kategorie. Die Verträge des Kanadiers, der bereits in der Regular Season mit 73 Punkten geglänzt hatte, und des Schweden laufen jedoch aus.

Ob es mit Blick auf die Herausforderung National League eine Blutauffrischung brauchen wird, können die Verantwortlichen nun in Ruhe planen. Einige vielversprechende Spieler aus der Nachwuchsabteilung konnten in dieser Saison Erfahrungen auf höchstem Niveau sammeln: Etwa der 19-jährige Kevin Lindemann, Sohn von Sven Lindemann und Enkel von Guido Lindemann. Ein Name also, der schon einmal an Sternstunden im Schweizer Eishockey erinnert.

SRF zwei, sportlive, 18.04.2022, 19:40 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Herzliche Gratulation - uff! ein Selbstläufer war das keineswegs; Olten war/ist doch sehr gut. Selbstverständlich: der Ajoie-Goalie war mit entscheidend;), den hätte man wohl gerne im ZH-Unterland behalten. Aber: ich bin auch der Meinung, dass die Fortsetzung oben in Ruhe angegangen werden kann. Kloten hat eine sehr gute Nachwuchsarbeit im Tun. Eventuell eine Möglichkeit, alt und jung zusammenzubringen.
  • Kommentar von Stefan Gisler  (GiJaBra)
    Ob Kloten oder Olten, fast dasselbe, Omten wäre symphatischer gewesen. Kloten mit diesem überalteteten Kader in der NL, wohl noch schwächer als Ajoie, welches wenigstens einen guten Torhüter hat.
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      @Gisler: der mit dem Torhüter ist natürlich gut! Aber sonst: kennen Sie sich überhaupt aus bei uns hier im Zürcher Unterland oder sind für Sie einfach alle Zürcher Clubs, Menschen, Viecher... jenseits und sowieso unsympathisch?
    2. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Tja Gisler, Pech für sie, Tim Wolf ist ein Zürcher und ehemaliger ZSC Junior, wie so viele gute Goalies der heimischen Ligen.
    3. Antwort von Stefan Gisler  (GiJaBra)
      @Gebauer, hab ich behauptet dass Wolf ein Jurassier ist? Aber typisch ZSC der regelmässig Talente nicht erkennt und dann hauen sie ab.
      @Meili...es ist nun mal so dass viele Zürcher eine Art und Weise an den Tag legen der in der Schweiz nicht gut ankommt, der typische Zürcher ist etwas arrogant, einnert in der Art an viele Deutsche die ähnlich agieren. Ist irgend ein Gen im Zürcher, kann aber auch ein Komplex oder Schutzmechanismus sein. Viecher (Tiere) haben dies allerdings nicht ;-)