Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Chronik des WM-Wirbels Schweiz, Belarus, Lettland: Es waren 11 wilde Eishockey-Monate

Seit der Absage der WM 2020 wurde international kaum Eishockey gespielt – neben dem Feld ging es aber skurril zu und her.

«Cooly», das Maskottchen für die WM 2020 in der Schweiz, bringt die Leute am 3. Februar beim Bahnhof in Lausanne für den Event in Stimmung.
Legende: Da war die Welt noch in Ordnung «Cooly», das Maskottchen für die WM 2020 in der Schweiz, bringt die Leute am 3. Februar beim Bahnhof in Lausanne für den Event in Stimmung. Keystone

Anfang März 2020 konnte man noch nicht erahnen, wie ein Virus die ganze (Sport-)Welt lahmlegen würde. Damals liefen die Vorbereitungen auf die Eishockey-WM in Zürich und Lausanne auf Hochtouren. Am 6. März 2020 wurde gar der offizielle Song des Grossevents vorgestellt: «Here We Go» von Bastian Baker.

Here we go, jetzt geht's los! Es kam anders. Am 21. März 2020 verkündete die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) die Absage der WM. Erstmals seit 1946 fiel die jährliche Austragung ins Wasser. «Wir müssen den Sport vorerst beiseitelegen und sowohl die Behörden als auch die Eishockeyfamilie unterstützen», sagte IIHF-Präsident René Fasel.

Video
Archiv: Keine WM 2020 in der Schweiz
Aus Sport-Clip vom 21.03.2020.
abspielen

Schweiz muss sich in Geduld üben

Die Hoffnung, dass die WM zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr ausgetragen wird, zerschlug sich aufgrund der prekären epidemiologischen Lage schnell. Und am 1. Mai 2020 wurde bestätigt, dass die Schweiz auch 2021 nicht zum Handkuss kommt, weil Minsk (Belarus) und Riga (Lettland) ihren Anspruch angemeldet haben. Tatsächlich stehen bereits die WM-Gastgeber bis und mit 2025 fest.

Die nächsten WM-Gastgeber

Box aufklappenBox zuklappen
  • 2022: Tampere, Helsinki (Finnland)
  • 2023: Sankt Petersburg (Russland)
  • 2024: Prag, Ostrava (Tschechien)
  • 2025: Schweden und Dänemark

Nach einem Frühling ohne Eishockey rückte im Sommer die WM 2021 langsam, aber sicher in den Fokus. Und damit auch die politischen Unruhen im Co-Gastgeberland Belarus. Am 17. August 2020 kündigte Lettland an, Gespräche mit der IIHF führen zu wollen, um die Situation zu besprechen.

Video
Archiv: Fasels umstrittenes Treffen mit Lukaschenko
Aus Sport-Clip vom 12.01.2021.
abspielen

Sorge wegen Politik und Corona

In Belarus war es wegen der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Wahl von Staatschef Alexander Lukaschenko zu grossen Protesten gekommen, worauf die Polizei brutal vorging. Fasel liess verlauten, dass es keine Pläne gebe, Belarus die Austragung zu entziehen.

Das änderte sich zu Beginn des Jahres 2021. Die monatelange Kritik am gewaltsamen Umgang mit Demonstranten sowie die lockere Handhabung der Corona-Pandemie schürten länger je mehr Zweifel.

Die Eishockey-WM auf SRF

Box aufklappenBox zuklappen

Schweizer Radio und Fernsehen berichtet vom 22. Mai bis zum Final am 6. Juni umfassend über die Eishockey-WM 2021 im lettischen Riga. SRF zeigt alle Schweizer WM-Partien, die K.o.-Phase sowie neu jeweils ab 19:00 Uhr zusätzliche Top-Spiele der Vorrunde live. Neu im Programm ist zudem das «WM-Magazin» mit allen Spielen und allen Toren des Tages sowie den Analysen der SRF-Experten.

Druck für die IIHF zu gross

Am 6. Januar 2021 bestätigte Fasel, dass man sich auf der Suche nach einem anderen Land als Co-Gastgeber neben Lettland befinde.

Kein Zurück mehr gab es dann, als einer der Hauptsponsoren – ein tschechischer Autohersteller – öffentlich drohte, sich von der WM im Mai zurückzuziehen, sollte in Minsk gespielt werden. Und so kam am 18. Januar, was kommen musste: Die IIHF entzog Belarus die WM. Rund zwei Wochen später, am 2. Februar, war klar, dass Riga als alleiniger Austragungsort zum Zug kommt.

Video
Archiv: Lettland trägt die WM 2021 aus
Aus sportflash vom 02.02.2021.
abspielen

Ein alter Bekannter coacht Lettland

Eishockey gilt als die beliebteste Sportart Lettlands. Das Land mit knapp 2 Millionen Einwohnern verfügt über 7000 registrierte Eishockeyspieler. Riga organisiert die Eishockey-WM zum 2. Mal nach 2006.

Damals krönte sich Schweden im Final gegen Tschechien zum Weltmeister. Lettland verpasste wie auch die Schweiz die Gruppenphase. Für die Lokalmatadoren setzte es gegen Kanada eine 0:11-Schlappe ab. Heuer wird die Mannschaft von ZSC-Meistertrainer (2012) Bob Hartley geführt. Aus der National League haben es Ivars Punnenovs (SCL Tigers) und Ronalds Kenins (Lausanne) ins lettische Aufgebot geschafft.

SRF zwei, sportflash, 15.5.2021, 23:30 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen