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Champions League Atletico gewinnt lahmen Penalty-Krimi

Der Vorjahresfinalist Atletico Madrid hat sich für die Viertelfinals der Champions League qualifiziert. Das Team von Trainer Diego Simeone machte den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel wett und besiegte Leverkusen mit 3:2 im Elfmeterschiessen.

Legende: Video Torres trifft, Kiessling verschiesst abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus sportlive vom 17.03.2015.

Ein Feinschmecker-Restaurant würde die Partie Atletico - Leverkusen definitiv nicht auf der Speisekarte führen. Ein fussballerischer Leckerbissen schmeckt anders als das Achtelfinal-Rückspiel im Süden Madrids. Die Partie im ausverkauften Vicente Calderon war kampfbetont, von Intensität und Spannung geprägt, aber schwer verdaulich.

Den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel machte Atletico dank eines Treffers von Mario Suarez in der ersten Hälfte wett. Die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschiessen. Da setzten drei der fünf Leverkusener Schützen den Ball über das Gehäuse. Stefan Kiessling besiegelte die Niederlage. Auch bei den Madrilenen verschossen zwei der fünf Schützen – insgesamt eine Ausbeute, die der geringen Attraktivität der Partie entsprach.

Atletico dominant

Vorjahresfinalist Atletico verpasste die Entscheidung während der regulären Spielzeit. Vor allem in der zweiten Halbzeit war es eine Partie auf ein Tor. Arda Turan allein liess aber mehrere Möglichkeiten ungenutzt und auch dem in der Schlussphase eingewechselten Lokalhelden Fernando Torres gelang der Lucky Punch nicht.

Legende: Video Das 1:0 durch Mario Suarez abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 17.03.2015.

Den einzigen Treffer erzielte Suarez bereits in der ersten Halbzeit. Leverkusen-Stürmer Josip Drmic klärte in der 27. Minute nach einem Freistoss per Kopf nur ungenügend, Innenverteidiger Ömer Toprak lenkte den Ball unglücklich ab, keine Chance für Torhüter Bernd Leno. Es war Suarez' erster Treffer im zwölften Champions-League-Spiel.

Leverkusen enttäuschend

Die Offensivabteilung der deutschen Gäste brachte rein gar nichts zu Stande. Zu massiert stand die Abwehr Atleticos, zu ideenlos agierten die Leverkusener, wenn sich die Möglichkeit zum Kontern eröffnete. Den einzigen, wirklich gefährlichen Schuss in Richtung Madrider Gehäuse gab Simon Rolfes in der 110. Minute ab.

Drmic stand bei der Werkself in der Anfangsformation. Der Schweizer Nationalstürmer hatte allerdings einen schweren Stand, war in der Hintermannschaft der Spanier gut abgeschirmt. Zu einer Tormöglichkeit kam er nicht. In der 69. Minute musste er Sturmkonkurrent Kiessling Platz machen. Ausgerechnet ihm, der 50 Spielminuten später den entscheidenden Penalty verschiessen sollte.

Sendebezug: SRF info, «sportlive», 17.3.2015, 20:00 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von Alberto da Vinci, Pratteln
    Ein Deutsches Team verliert ein Pen. schiessen und das mit drei verschossenen Elfer fast nicht zu glauben. Das ist fast so tragisch wie der verlorene Meistertitel am letzten Spieltag gegen Unterhaching. Das sind Profis die trainieren jeden Tag und trotzdem bringen sie es fertig aus 11 Meter 2 Meter übers Tor zu schiessen. Calhanoglu der so eine Super Schusstechnik hat schiesst so einen schlechten Elfmeter.
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  • Kommentar von Jim James, Zürich
    Wer das Niveau eines Spieles kritisiert, sollte es genau angeschaut haben, 2 Penalties wurden von Leverkusen übers Tor geschossen, einer vom Keeper gehalten. Zum Niveau der Partie, was war denn besser zu schauen? Das Spiel gestern oder ein x:0 von Bayern gegen Schachtar? Atletico war taktisch extrem gut engestellt. Zum FCB, wer findet der FCB sei besser als Atletico kann den FCB schauen und schaut Atletico nicht. Das ist doch kein Problem.
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  • Kommentar von Canterano, Valdebebas
    Atletico hat sehr gut gespielt, nur merken das viele nicht. Oft schauen wir nur auf die Offensive, klar wir wollen alle viele Tore sehen. Aber Atletico hat taktisch eine Glanzleistung hingelegt und sämtliche Akteure von Leverkusen gänzlich aus dem Spiel genommen. Die hatten schlicht keine Chance...Atletico ist auch diese Saison einer der Favoriten und ich wage zu behaupten, dass Atletico das einzige Team, welches sich taktisch auf jeden Gegner perfekt(!) einstellen kann.
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    1. Antwort von M.K., St. Gallen
      Also sehr gut hat Atletico sicher nicht gespielt! Dass Leverkusen kaum zu Chancen kam, lag viel mehr an der katastrophalen Passquote in der Offensive als an der überragenden Abwehrleistung. Und mal ganz ehrlich: Wenn Atletico ein ernstzunehmender Favorit auf den Titel wäre, hätte man in Leverkusen nicht hochverdient gegen einen Gegner verloren, der alles andere als gut in Form ist. Ateltico war gestern zwar besser als Bayer, aber alles auf sehr, sehr tiefem Niveau
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    2. Antwort von Jim James, Zürich
      Korrekt Atletico hat keine Fehler gemacht, das muss man sehen. Aber viele denken verteidigen im Fussball gehört nicht dazu. Bayern darf sene Gegner niederklatschen und alle findens geil, obwohl diese Spiele nie auf hohem Niveau stattfinden.
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    3. Antwort von johnny Torturo, Zürich
      Atletico stark? Also ich als Bayern fan würde sehr gerne gegen die spielen wollen im viertelfinale:-) hoffe die würden dann auch so spielen wie gegen leverkusen, de leverkusen war grotten schlecht. Ich spiele besser fussball all alle 22 pfeiffen dort unten, das war unterirdisch superleague niveau.
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