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Champions League Bitteres Verdikt für den FC Basel

Der FC Basel zeigt auf europäischem Parkett gegen Paris Saint-Germain eine deutliche Leistungssteigerung. Am Schluss steht er beim 0:3 trotzdem mit leeren Händen da – auch wegen drei Aluminiumtreffern.

  • Basel legt ein Startfurioso hin, vergibt aber seine Chancen kläglich
  • PSG geht kurz vor der Pause aus dem Nichts in Führung – und lässt nichts mehr anbrennen
  • Im Parallelspiel der Gruppe A fertigt Arsenal Ludogorets Rasgrad mit 6:0 ab

Mut, Überzeugung und Biss. All dies, was der FC Basel im 2. Gruppenspiel bei Arsenal (0:2) hatte vermissen lassen, warf er gegen den europäischen Krösus PSG von Beginn weg in die Waagschale. Wie verwandelt markierte der Schweizer Meister im «Prinzenpark» Präsenz, war ein unbequemer Gegner und machte alles richtig – bis auf den Abschluss.

So liess der FCB in der Anfangsphase diese Chancen im Multipack aus:

  • 5. Minute: Nach einem Corner von Matias Delgado köpfelt Michael Lang aus kurzer Distanz an die Latte.
  • 11. Minute: Der Reihe nach scheitert erst Renato Steffen an Alphonse Aréola. Den Nachschuss setzt Seydou Doumbia über das Gehäuse.
  • 20. Minute: Nachdem sich Steffen auf der rechten Seite behaupten kann, gibt er in die Mitte ab, wo Layvin Kurzawa den Ball fast in die eigenen Maschen lenkt.
  • 35. Minute: Schon wieder steht das Aluminium im Weg! Eine Hereingabe Delgados findet den Kopf von Doumbia, der im Aufstieg nur den Pfosten trifft.
Angel Di Maria schreit seine Freude heraus.
Legende: Bekannt als Schweizer Schreck Torschütze Angel Di Maria. Keystone

Lektion in Sachen Effizienz

Auf der anderen Seite benötigte der Tabellenzweite der Ligue 1 eine halbe Stunde, um sich warmzulaufen. Doch war der Motor einmal auf Betriebstemperatur, ging es plötzlich schnell. Nach einem Durcheinander im Strafraum zog Angel Di Maria eiskalt ab und traf – entgegen des Spielverlaufs – zur Führung (40.).

Auch nach dem Seitenwechsel wirkte bei den Gästen dieser Schock nach. Das nun zunehmend frustriertere Team von Trainer Urs Fischer schien mit einem Schlag seine Leichtigkeit verloren zu haben.

Suchy als doppelter Pechvogel

Ein grober Abwehrschnitzer von Marek Suchy offerierte Lucas Moura in der 62. Minute das 2:0 für PSG fast schon auf dem Serviertablett. Der gleiche Akteur versuchte seinen Fehler umgehend zu korrigieren. Doch symptomatisch für das Geschehen auf dem Platz, scheiterte der Tscheche mit seiner Chance am Pfosten.

Ein Grund mehr für die Basler, um mit dem Ausgang der Partie zu hadern. Passend dazu der Schlusspunkt: Edinson Cavani verwandelte in der Nachspielzeit einen selbst herausgeholten Foulpenalty zum 3:0.

Arsenal und vor allem Özil nicht zu bremsen

So bleibt der Schweizer Meister auf einem Punkt sitzen. Weiter vorneweg marschieren in der Gruppe A PSG und Arsenal. Die Londoner fügten vor Heimpublikum Aussenseiter Ludogorets Rasgrad eine 6:0-Ohrfeige zu. Zwischen der 56. und 87. Minute steuerte Mittelfeldstratege Mesut Özil einen lupenreichen Hattrick bei.

Legende: Video Arsenals Özil ist gegen Ludogorets die grosse Figur abspielen. Laufzeit 04:37 Minuten.
Aus sportlive vom 19.10.2016.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.10.2016 20:00 Uhr

7 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
    Die beste erste Halbzeit der gesamten Saison hat der FCB gestern Abend gezeigt. Trotzdem war klar der FCB verliert, 4!! solcher Möglichkeiten... und NULL Ertrag...! Aber die Leistung hat mich positiver als auch schon gestimmt. Für Ludogorets wird es reichen, und zuhause gegen Arsenal und PSG (vielleicht) auch für den einen oder anderen Punkt.
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  • Kommentar von Charly Ball (Charly Ball)
    Der diesjährige FCB entspricht nicht der starken Truppe vergangener Jahre. Trotz viel Geld - für CH-Verhältnisse - ist es dem Club nicht gelungen, sich entscheidend zu verstärken. Für die CH-Meisterschaft reicht es wohl allemal, international wird man sich aber vermutlich bald verabschieden müssen. Ein neuer Trainer kann aus der Mannschaft vielleicht noch plus 1-2% herauskitzeln, aber auch das genügt für europäische Top Clubs noch lange nicht.
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  • Kommentar von Christian Hofstetter (hofi)
    PSG spielt durchschnittlich, macht vielmals nur das Nötigste und gewinnt 3:0. Basel spielt mit, kämpft, gewinnt Zweikämpfe, hat Chancen, mehrere Hochkaräter, versagt im Abschluss kläglich. Die Aluminium-Treffer haben eben nicht nur mit Pech zu tun. Sie zeigen auch deutlich, dass kein Basler Spieler in der Lage war, mental den Ball um jeden Preis reinhauen zu wollen. Wie Doumbia das leere Goal nicht traf, spricht Bände. Die Grossen sind für Basel effizienzmässig eine Nummer zu gross.
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