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Champions League BVB war kurz vor Champions-League-Rückzug

Nach dem Sprengstoffanschlag stand Dortmund kurz davor, sich aus der Königsklasse zurückzuziehen. Dies erklärte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dem Spiegel.

Der BVB-Geschäftsführer wollte ein Zeichen gegen den Terror setzen.
Legende: Hans-Joachim Watzke Der BVB-Geschäftsführer wollte ein Zeichen gegen den Terror setzen. Keystone

«Ich habe kurz überlegt, ob wir uns nicht ganz aus dem Wettbewerb verabschieden sollen», sagte Watzke. «Aber dann wäre es für die Täter ein Sieg gewesen.»

Nach Einschätzung Watzkes galt der Anschlag am letzten Dienstag nicht ausdrücklich dem BVB. «Es war vielmehr ein Anschlag auf die Bundesrepublik Deutschland», erklärte der Geschäftsführer.

Von uns hätte es vollstes Verständnis gegeben und jede Form der Unterstützung. Jede!

Watzke berichtete, wie er am Morgen nach dem Anschlag zur Mannschaft gesprochen hatte: «Wenn einer sich nicht in der Lage fühlt zu spielen, dann kann er das dem Trainer sagen. Und ich habe auch gesagt: Von uns hätte es vollstes Verständnis gegeben und jede Form der Unterstützung. Jede!»

Suche nach den Tätern läuft

Am Dienstagabend waren in Dortmund 3 Sprengsätze in der Nähe des Mannschaftsbusses des Bundesligisten explodiert, als sich die Spieler auf dem Weg zur Champions-League-Partie gegen die AS Monaco befanden. Dabei wurden der spanische BVB-Verteidiger Marc Bartra und ein Polizist verletzt.

Die Ermittler versuchen weiter die Hintergründe zu klären.

  • Inzwischen tauchte ein drittes angebliches Bekennerschreiben auf. Ein Mail mit möglicherweise rechtsextremistischem Hintergrund ging beim Berliner Tagesspiegel ein.
  • Direkt nach dem Anschlag waren am Tatort 3 gleichlautende Bekennerschreiben mit islamistischen Bezügen entdeckt worden.

Sendebezug: SRF info, sportlive, 11.4.17, 20:30 Uhr

Legende: Video «10vor10»-Beitrag über den Anschlag abspielen. Laufzeit 01:02 Minuten.
Aus 10vor10 vom 11.04.2017.

Bartra aus Klinik entlassen

Dortmund-Verteidiger Marc Bartra ist vier Tage nach dem Bombenanschlag auf den Bus des Vizemeisters wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte der BVB via Twitter mit. Die Bild-Zeitung veröffentlichte zudem Fotos, auf denen der Spanier mit seiner Mutter und seiner Verlobten auf dem Parkplatz des Spitals in Dortmund zu sehen ist.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Krummenacher (Andreas Krummenacher)
    @André Piquerez, Ebikon: Jaja, es ging ja nur um einen Bombenanschlag, der nur zwei Verletzte forderte, aber eventuell auch mehr hätte fordern können. Das ist ja gar nix verglichen mit dem viel wichtigeren sportlichen Alltag wie einem ruhmreichen Champions League Spiel. Ernsthaft: Ihre Prioritäten sind ziemlich verschoben, denn "Human Life matters" gilt gottlob noch immer.
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  • Kommentar von André Piquerez (Nemesis1988)
    verstehe nicht wieso sich der BVB aus der Champions League zurückziehen wollte....das macht doch keinen Sinn...weil ein Sprengstoffanschlag auf die Mannschaft verübt wird, aus dem ganzen Wettbewerb aussteigen, der ja noch die einzige Möglichkeit auf einen Titel wäre und generell das wichtigste Turnier ist...das wäre ja der absolute Triumph für die Attentäter...
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  • Kommentar von Toni Umbre (chemieaffe_alias_fcb)
    Ich bin auch Fussballfan, aber dieses Drama wieder. Dieses Verkaufens des Fussballs, das geht mir so gegen den Strich!
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