Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Fanmassen als Beschleuniger War Bergamos CL-Heimspiel ein Katalysator für Corona-Infektionen?

Bergamo und seine Umgebung sind besonders stark vom Coronavirus betroffen. Ist der Grund ein Champions-League-Spiel?

Dichtgedrängte Atalanta-Fans im San Siro.
Legende: Möglicherweise mit fatalen Folgen Dichtgedrängte Atalanta-Fans im San Siro. Keystone

Italiener sprechen bereits vom «Spiel Null». Gemeint ist das Hinspiel im CL-Achtelfinal der Champions League, das Remo Freulers Bergamo 4:1 gegen Valencia gewann. Gesundheitsexperten vermuten darin den Grund, weshalb Bergamo und Umgebung besonders stark vom Coronavirus betroffen sind.

Die Partie war am 19. Februar in Mailand ausgetragen worden. 44'000 Atalanta-Fans waren in Bussen und Zügen zum San-Siro-Stadion gereist oder auf Autobahn-Raststätten und Restaurants in engem Kontakt gewesen. Zwei Wochen nach dem Spiel explodierte die Epidemie in Bergamo.

  • 84 Prozent der 5476 in Italien bisher registrierten Todesopfer stammen aus Norditalien.
  • 3456 Tote beklagt allein die Lombardei, zu der die Stadt Bergamo gehört.
  • Vor dem CL-Spiel soll die hohe Anzahl internationaler Firmen in der Gegend die Ausbreitung des Virus gefördert haben.

Das Rückspiel am 10. März in Valencia fand dann ohne Zuschauer statt. Dennoch vermeldeten die Spanier kurz darauf, 35 Prozent der Leute aus dem direkten Umfeld der Profiteams seien positiv getestet worden.

Video
Aus dem Archiv: Valencia taucht bei Atalanta
Aus Sport-Clip vom 19.02.2020.
abspielen

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Andreas Hug  (AndiHug)
    Das Virus kam doch erst hier her, weil man keinen Einreisestopps aus China machte ende Januar. Dem Fussball nun Schuld geben bringt auch nichts. allen gute Gesundheit.
    1. Antwort von Franz Giger  (fjg)
      Einreisestopp aus China? In Oberitalien sind zehntausende Chinesen illegal ein-, aus- und wieder eingereist.
  • Kommentar von Remo Tschanz  (remotschanz)
    Lässt sich irgendwie herausfinden, ob die in der Schweiz früh verhängten Stadionverbote irgendwas gebracht haben? Ich habe einen gewissen Verdacht, dass sich viele Fans statt im Station in der Bar getroffen haben und das Verbot so am Ende weit weniger gebracht hat, als erhofft. Aus Ischgl z.B. ist bekannt, dass (vermutlich) mit einem infizierten Barkeeper eine Kettenreaktion ausgelöst wurde, so dass über 1000 Infektionen in Europa alleine auf den Ort zurückgeführt werden können.
    1. Antwort von Markus Hunziker  (MH1)
      Und jetzt stellen sie sich vor, es wären ein paar Infizierte im Stadion gewesen, im Gedränge während 2 Stunden. Wie viele wären da angesteckt worden? Herausfinden lässt es sich nicht, was dann gewesen wäre. Aber das Stadionverbot jetzt in Frage zu stellen, ist äusserst schwachsinnig!