Ivan Rakitic: Auf Anhieb bei Barcelona durchgesetzt

Im Sommer wechselte Ivan Rakitic innerhalb der Primera Division von Sevilla zum FC Barcelona. Entgegen aller kritischer Stimmen nimmt der im Aargau geborene Kroate beim katalanischen Starensemble bereits eine zentrale Rolle ein.

Ivan Rakitic bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen Granada. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Grund zur Freude Ivan Rakitic bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen Granada. EQ Images

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Im Mai 2014 feierte Ivan Rakitic seinen bisher grössten Erfolg. Als Captain führte er den FC Sevilla zum Europa-League-Titel. Auch in der Liga überzeugte der Mittelfeldspieler und avancierte mit 12 Toren und 12 Assists zum Topskorer seines Teams. Der Lohn für die starken Leistungen war ein Transferangebot des FC Barcelona.

Von Basel über Schalke nach Spanien

Dass Rakitic über grosses Potenzial verfügt, war schon früh klar. Nachdem er beim FC Basel im Alter von 17 Jahren den Sprung zu den Profis geschafft hatte, klopften schon bald namhafte Interessenten an. Zwar geriet die Karriere des Kroaten in der Bundesliga bei Schalke - nicht zuletzt wegen diverser Verletzungen - zwischenzeitlich ins Stocken. Nach seinem Wechsel zu Sevilla im Januar 2011 blühte Rakitic aber wieder auf und entwickelte sich bei den Andalusiern zu einer der zentralen Figuren.

Wunschtransfer von Luis Enrique

Im Sommer 2014 zeigten sich viele Fussball-Experten und -Fans erstaunt über Rakitics Transfer zum FC Barcelona. Es wurden kritische Stimmen laut, die dem 26-Jährigen die nötige Klasse absprachen, um im katalanischen Starensemble bestehen zu können. Ganz anders sah dies Luis Enrique: Für den neuen Barca-Trainer war Rakitic der absolute Wunschtransfer.

Barcelona-Trainer Luis Enrique instruiert Ivan Rakitic. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Klare Anweisungen Barcelona-Trainer Luis Enrique instruiert Ivan Rakitic. EQ Images

Bereits nach 6 Runden in der Primera Division hat Rakitic seine Kritiker zum Schweigen gebracht und das Vertrauen von Enrique gerechtfertigt. In der Liga stand er bisher jedes Mal in der Startformation und steuerte 2 Tore und eine Vorlage zum überzeugenden Saisonstart Barcelonas bei.

Der intelligente Abräumer

Während zahlreiche seiner Mitspieler in technischer Hinsicht Ausnahmekönner sind, zählt Rakitic nicht zu den grossen Künstlern. Er ist vielmehr der Abräumer, der im Mittelfeld mit intelligenten Laufwegen, taktischem Verständnis und effizientem Passspiel überzeugt. Darüber hinaus ist er permanent in Bewegung und schliesst die Lücken. Damit verstärkt er die Katalanen exakt in jenem Bereich, der in den letzten Jahren immer wieder ein Problem war.

Xavi und Iniesta als Vorbilder

Rakitic ist zwar zufrieden mit seinem Start in Barcelona, dennoch müsse er weiter hart an sich arbeiten. Als Vorbilder dienen ihm in dieser Hinsicht unter anderen Xavi Hernandez und Andres Iniesta. «Sie haben schon alles gewonnen. Dennoch sind beide immer noch hungrig und geben im Training alles.» Allerdings müsse man es auch geniessen, bei einem der besten Teams der Welt zu spielen. «Ich freue mich jeden Tag aufs Neue, hier zu sein.»

Den nächsten grossen Auftritt könnte Rakitic am Dienstag in der Champions League haben. Nachdem er beim 1:0-Heimsieg gegen APOEL Nikosia nicht zum Einsatz gekommen ist, dürfte er im Schlagerspiel gegen Paris St-Germain zum ersten Mal auch in der «Königsklasse» für Barcelona auflaufen.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Morgenbulletin, 30.09.14, 07:17 Uhr

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Rakitic - von Möhlin nach Barcelona

2:39 min, vom 12.10.2014