Lewandowski und Blackburn oder das Veto eines Vulkans

Mit seinen 4 Toren im CL-Halbfinal-Hinspiel gegen Real war BVB-Stürmer Robert Lewandowski die grosse Figur bei Dortmund. Nicht nur in Madrid dürfte man die Gala des Polen wenig entzückt zur Kenntnis genommen haben: Auch in Blackburn werden sich einige geärgert haben - wenn auch aus anderem Grund.

Robert Lewandowski konnte wegen eines Vulkanausbruchs 2010 nicht nach England fliegen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Einspruch von Mutter Erde Robert Lewandowski konnte wegen eines Vulkanausbruchs 2010 nicht nach England fliegen. Keystone

10 Tore hat Robert Lewandowski in dieser Saison in 11 CL-Spielen erzielt - zuletzt 4 gegen Real Madrid. In der Bundesliga steht der 24-Jährige bei 23 Treffern in 27 Einsätzen - in seinen letzten 12 Partien hat der Pole immer getroffen.

Das sind Traumwerte, über die man sich in Dortmund freut. Und in Blackburn ärgert man sich darüber. Denn die Rovers hätten 2010 Lewandowski fast verpflichtet - ehe dem damaligen Premier-League-Klub Mutter Erde einen Strich durch die Rechnung machte.

Eyjafjallajökull legte sein Veto ein

Als Lewandowski noch bei Lech Poznan spielte, lud ihn Blackburn zu Vertragsverhandlungen nach England ein. Der Flug war schon gebucht, doch ein isländischer Vulkan legte sein Veto ein.

Durch den Ausbruch des Eyjafjallajökull kam der Flugverkehr in Europa Mitte April 2010 praktisch zum Erliegen - auch Lewandowskis Flug wurde gestrichen. «Mit dem Auto hinzufahren hätte keinen Sinn gemacht», sagte Lewandowski-Agent Cezary Kucharski damals.

Das ebenfalls interessierte Dortmund nutzte die Gunst der Stunde und fädelte einen Vierjahres-Deal ein. Nicht nur in Blackburn - sondern seit Mittwoch auch in Madrid - verflucht man den Ausbruch des Eyjafjallajökull heute.

Video «Die 4 Tore von Lewandowski» abspielen

Die 4 Tore von Lewandowski gegen Real

1:16 min, vom 25.4.2013