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Champions League Michael Lang: «Jetzt brauchen wir eine überragende Leistung»

Die Grasshoppers suchen die Fehler für die 0:2-Heimniederlage im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation bei sich selbst. Für die schwierige Mission in Lille fordert Michael Lang vor allem mehr Entschlossenheit.

Für Michael Lang ist ein Fakt nach dem missratenen Auftakt in die europäische Kampagne besonders bitter. «Wir haben letzte Saison 36 Spiele lang für diese Chance gearbeitet», sagt der Abwehrspieler. Und mit einer einzigen Partie, dem 0:2 daheim gegen Lille, hat sich GC dieser Chance nun fast schon wieder beraubt.

Er wie auch Captain Veroljub Salatic monierten in einer ersten Analyse, dass das Team zu wenig für den Erfolg gemacht habe. Nach dem schwachen Saisonstart (2 Niederlagen in der Super League) sei eine Reaktion erwartet worden. «Aber sie ist ausgeblieben», musste Salatic ernüchtert konstatieren. Und Lang fordert: «Wir müssen entschlossener sein, das Tor vehementer suchen.»

«Es klingt brutal schwer»

Dass der Schweizer Rekordmeister den Dritten der Ligue 1 nicht mehr fordern konnte, lag auch an der Qualität der Franzosen. «Sie haben nicht unbedingt mehr für das Spiel getan. Aber der Gegner trat defensiv sehr gut organisiert auf. Zudem war er uns bezüglich Effizienz voraus, denn in der ersten Halbzeit hatte er nicht mehr als eine gute Torchance», resümierte Lang. GC-Trainer Michael Skibbe kritisierte: «Wir haben nicht genug Feuer verbreitet, um einem Gegner dieses Kalibers Angst und Schrecken einzujagen.»

Seine Mannschaft reist nun mit einer grossen Hypothek zum Rückspiel am nächsten Dienstag. Wie lässt sich diese noch wettmachen? «Indem wir auswärts 3:0 gewinnen», lautet Langs lapidare Antwort auf diese Frage. Der WM-Fahrer fügt an: «Klar, das klingt brutal schwer, fast unmöglich. Aber ich glaube an uns, es braucht jetzt einfach eine überragende Leistung in Lille.»

Noch auf Formsuche

Die Zürcher wollen die sechs Tage, die ihnen bleiben, möglichst effizient nutzen. Denn Lang hat den Eindruck, dass die fehlenden Automatismen von Tag zu Tag besser greifen.

Auch für Salatic liegt ein entscheidendes Problem darin, «dass wir uns als Einheit und damit die Form noch nicht ganz gefunden haben». Deshalb wollte der GC-Captain noch gar nicht weiter vorausblicken als bis zum Samstag und zum Super-League-Spiel gegen Sion.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 30.07.2014 18:55 Uhr

Legende: Video «GC - Lille: Die Live-Highlights » abspielen. Laufzeit 2:55 Minuten.
Vom 30.07.2014.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Hunziker, 4456 Tenniken
    Herr Imholz; GC hat es in den 70igern und in den 80igern genauso gemacht mit dem Geld. Nur hat hat man in Zürich nicht begriffen, dass Geld auch im Fussball strategisch angelegt werden muss; aber Papa Spross hat ja jahrelang einfach gezahlt! GC ist (noch) Rekordmeister...aber nicht mehr lange!
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    1. Antwort von Nico Imholz, 4456 Tenniken
      In den 70er und 80er Jahren gab es die Champions League auch noch nicht in diesem übertriebenem kommerziellen Format. Die Schere der Budgets zwischen den Vereinen wird dadurch immer grösser, vor allem in der Schweiz! Wie soll ein Super League Verein ausser Basel international Erfolg haben, wenn man mit solchen Spielergehältern nicht mithalten kann und seine besten Spieler jedes Jahr an Basel abgeben muss?? Und kommen Sie mir nicht mit der 5-Jahreswertung, davon profitiert einzig und allein Basel
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  • Kommentar von Ball Sack, Basel
    Gute erste 15 min. von GC. Leider wiedermal die stärke von Kharaba und Merkel nicht genutzt... ab der 70. muss er Ngamukol bringen Eine 3 er Abwehr gegen Lille ? nicht wirklich eine optimale Lösung... denn Pavlovic und Lang waren beide drin... Lieber Dingsdag raus und Merkel ins offensive mittelfeld! Und Herr Skibbe: Warum sagen Sie das GC schon keine Chancen mehr hat Bitte??!! Ich glaube mit der Zeit das das Kader zu gut für Skibbe ist. Aber Hopp GC nicht aufgeben und weiterkämpfen.
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  • Kommentar von Lukas Löffler, Basel
    Basel hat auch 7 neue Spieler und Leistungsträger wie Stocker, Sommer und Voser sind weg - von "fehlenden Automatismen" keine Spur. Und zu GCs "vielen" Natispieler muss ich mich gar nicht erst äussern. Schwache Ausreden.
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    1. Antwort von Nico Imholz, Basel
      Jetzt hört doch endlich mal auf GC international mit Basel zu vergleichen! Budgetmässig sind da Welten dazwischen! Ohne die Millionen von Frau Oeri und Konsorten wäre Basel heute nur Mittelmass und das wissen Sie selber! Waren Sie auch schon mal Chipleader im Poker? Basel kauft die halbe Liga leer und der Rest blutet aus! Aber ist ja soooo toll, dass Basel jedes Jahr Meister wird! Irgendwann steht ihr alleine auf dem Platz!
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