In der 22. Minute des Rückspiels in der 2. Runde der Champions-League-Qualifikation sah Marco Bürki schon wie die grosse Figur aus. Eben erst hatte der Captain per Kopf Ivan Filipovic im Tor von Dinamo Zagreb zum 2:0 düpiert. Mitte der 1. Halbzeit wähnte sich der Schweizer Meister schon in der nächsten Runde.
Doch dann folgte die 64. Minute – und es wiederholte sich bei Bürki ein Muster: Nachdem der Innenverteidiger den Ball vertändelt hatte, wusste er sich als hinterster Mann nur mit einem Foul zu helfen. Nach VAR-Intervention sah Bürki dafür direkt Rot. Es war für den 33-Jährigen in seinen letzten 9 Partien die 8. (!) Karte:
- Sechsmal wurde Bürki für ein Vergehen verwarnt.
- Zweimal sah der Thuner Captain Rot: Im zweitletzten Saisonspiel der letzten Saison gegen YB und nun gegen Dinamo Zagreb.
- Nur im Duell mit Basel am 35. Spieltag spielt er durch, ohne eine Karte gesehen zu haben.
Eine Viertelstunde nachdem Bürki des Feldes verwiesen worden war, stand es bereits 2:2. Die Thuner, die das Spiel zuvor in der Hand gehabt hatten, konnten nur noch reagieren und kassierten in der Verlängerung durch einen herrlichen Weitschuss auch noch das 2:3.
Der Traum von der Königsklasse ist für Thun damit ausgeträumt. Und Bürki, der bereits den Saisonstart in der Super League gesperrt verpasst hatte, muss nun auch auf europäischem Parkett zusehen.