Überragende Bayern lassen Barcelona keine Chance

Der FC Bayern München hat sich im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals gegen Barcelona mit dem 4:0-Heimsieg eine perfekte Ausgangslage geschaffen. Der neue deutsche Meister liess den Gästen aus Spanien nicht den Hauch einer Chance.

Video «Highlights Bayern - Barcelona («sportlive»)» abspielen

Highlights Bayern - Barcelona («sportlive»)

5:03 min, vom 23.4.2013

Die Barcelona-Fans hatten auf offensive Impulse ihres wiedergenesenen Superstars Lionel Messi gehofft. Auf sich aufmerksam machten in diesem Halbfinal-Hinspiel vor über 68‘000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena aber andere. Allen voran Thomas Müller. Der überragende Nationalspieler war an allen 4 Bayern-Toren beteiligt.

Den ersten und letzten Treffer erzielte Müller selbst und den zweiten durch Mario Gomez – der wohl im Abseits stand – bereitete er per Kopf vor. Auch bei Robbens 3:0 stand der Mittelfeldspieler im Mittelpunkt, diesmal allerdings in negativer Hinsicht. Der 23-Jährige verschaffte seinem Mitspieler regelwidrig Platz, indem er Jordi Alba blockte.

Viel Ballbesitz - kein Ertrag

Barcelona verzeichnete zwar über 60 Prozent Ballbesitz und spielte mehr als doppelt so viele Pässe, agierte vor dem gegnerischen Tor aber konzept- und ideenlos. Die technisch so versierten Gäste konnten sich in den 90 Minuten nur wenige Torchancen erarbeiten. Die beste vergab Bartra rund 15 Minuten vor Schluss alleinstehend vor Manuel Neuer.

Jerome Boateng fertigte mit dem FC Bayern die Gäste aus Barcelona gleich mit 4:0 ab. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Überzeugend Jerome Boateng fertigte mit dem FC Bayern die Gäste aus Barcelona gleich mit 4:0 ab. EQ Images

Messi ohne Einfluss aufs Spiel

Dabei war die Hoffnung auf Seiten der Katalanen vor dem Halbfinal-Kracher gross gewesen. Die medizinische Abteilung gab rund 2 Stunden vor dem Anpfiff grünes Licht für einen Einsatz von Lionel Messi. Der argentinische Überflieger, der in der Champions League bereits 8 Tore erzielt hatte, sollte die Spanier in München zum Sieg führen.

Für einmal blieb Messi aber blass. Von den Gegnern hauteng bewacht, konnte sich die Nummer 10 Barcelonas kaum entfalten. Der 25-Jährige war weit von seiner Bestform entfernt und fiel mehr durch ungenaue Zuspiele denn gelungene Aktionen auf.

Bayern mit einem Bein im Final

Die Bayern hingegen, bei denen Xherdan Shaqiri zu einem Kurzeinsatz kam, unterstrichen eindrücklich, dass der Weg zum Titel in diesem Jahr nur über sie führen wird. Mit viel Leidenschaft und grossem Laufpensum verdiente sich die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes den Sieg. Der 2. Finaleinzug in Folge dürfte ihnen nach dieser Gala-Vorstellung kaum mehr zu nehmen sein.