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Confederations Cup Ist Russland bereit für die WM-Generalprobe?

In genau einem Jahr beginnt in Russland die Weltmeisterschaft. Der Confed Cup gilt als Hauptprobe für das Fussball-Grossereignis. Noch gibt es einige offene Fragen.

Arbeiter blicken auf leere Ränge eines Fussballstadions.
Legende: Werden diese Ränge dereinst gefüllt? Nur eine von vielen offenen Fragen vor der WM 2018 in Russland. Reuters

In 365 Tagen ist es soweit: Am 14.6.2018 findet in Moskau das Eröffnungsspiel zur Fussball-Weltmeisterschaft statt. Vorfreude mag in Russland jedoch trotz des anstehenden Confed Cups noch nicht wirklich aufkommen. Mehrere Fragezeichen werfen einen dunklen Schatten über das gigantische Prestigeprojekt.

  • Die Zuschauer: Stell dir vor, es ist WM, und keiner geht hin. Dieses Schreckensszenario geistert aufgrund der leeren Zuschauerränge bei Partien der russischen Nationalmannschaft umher. Trotz massiver Werbetrommel will kein richtiges Fussballfieber aufkommen. Auch kurz vor dem Confed Cup waren noch Hunderttausende Tickets zu kaufen.
  • Die Kosten: Mehr als 643 Milliarden Rubel (rund 10 Milliarden Euro) hat die Regierung für die WM eingeplant. Experten halten jedoch gut das Doppelte für wahrscheinlich. Selbst enthusiastische russische Medien lassen Zweifel durchblicken, ob das Mammutprojekt nicht eine Nummer zu gross sei für die krisengeplagte Nation.
  • Die Arbeiter: Hinzu kommen schwere Vorwürfe über die Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen. Beim Bau des Stadions in St. Petersburg arbeiteten Zwangsarbeiter aus Nordkorea unter prekärsten Bedingungen. Auf der Baustelle sei es zu tödlichen Unfällen gekommen.
  • Die Politik: Präsident Wladimir Putin macht zwar wie gewohnt gute Miene zum bösen Spiel. Doch Russlands Politik kommt nicht zur Ruhe. Die jüngste Verhaftungswelle nach Anti-Korruptions-Protesten von Zehntausenden Bürgerinnen und Bürgern war Wasser auf die Mühlen der Kritiker.
  • Die Sicherheit: Kein Thema beherrscht die weltweite öffentliche Debatte mehr. «Es sind alle Vorkehrungen getroffen, um die Sicherheit zu gewährleisten», sagt zwar WM-Chef Alexej Sorokin. Neben der Terror-Gefahr bleiben aber auch die hässlichen Gewaltexzesse von russischen Hooligans bei der EM 2016 in Erinnerung.

Bereits am Wochenende wird Russland erstmals auf den Prüfstand gestellt. In den Städten Moskau, St. Petersburg, Sotschi und Kasan kämpfen 8 Teams um den Titel beim Confed Cup. SRF zwei/info überträgt sämtliche Spiele live.

Legende: Video EM 2016: Krawalle in Marseille abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 12.06.2016.

Sendebezug: Radio SRF 4, Morgenbulletin, 14.06.2017, 9:17 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von Phil Cave (phcavi)
    Nicht hingehen, nicht ansehen! Es braucht Menschen, die ihre Prinzipien einhalten, um der FIFA einen Denkzettel zu verpassen. Diese Organisation missbraucht den Sport und seine Ideale und versteht nur den Boykott.
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  • Kommentar von Christoph Reuss (Christoph.Reuss)
    @Jegerlein! Alle einsperren, erschiessen lassen durch bezahlte Killer aus Tschetschenien...und nur das gelten lassen was Herr Putin und Sie als richtig empfinden! Super Einstellung und moralische Haltung! Zum Glück ist es noch nicht soweit, dass Andersdenkende hier in der Schweiz einfach weggesperrt oder vernichtet werden wie in Russland.
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  • Kommentar von M. Jaeger (jegerlein)
    " Verhaftungswelle nach Anti-Korruptions-Protesten von Zehntausenden Bürgerinnen und Bürgern " .... Tatsächlich? Habe gelesen es sei eine unbewilligte Demo gewesen die zu Verhaftung eines "Kritikers" geführt hat. Diese sollten bei uns besser auch verhaftet werden...
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