- Sion muss sich im Hinspiel der 2. Quali-Runde der Conference League auswärts gegen BATE Borissow mit einem 1:1 begnügen.
- Die Walliser drehen nach einem frühen Rückstand auf und gleichen noch vor der Pause durch Winsley Boteli aus.
- In der Conference-League-Quali setzt sich Lugano gegen Dukagjini durch. In der 2. Quali-Runde der Europa League überrascht St. Gallen gegen Benfica.
Zum Start in die neue Saison wurde Sion gleich einmal kalt geduscht. Die Walliser starteten zwar gut in das Duell mit BATE Borissow und machten im Spiel in Sumqayit nördlich von Baku in Aserbaidschan von Beginn an Druck. Ilyas Chouaref vergab eine erste gute Chance (4.). Winsley Boteli zeigte sich nach einer Viertelstunde effizienter und netzte nach einem Zuspiel von Chouaref souverän ein.
Der Linienrichter hob allerdings die Fahne und so blieb es beim 0:0 – allerdings nicht für lange. Denn im direkten Gegenstoss liess Vladislav Varaksa Sion-Aussenverteidiger Numa Lavanchy mit einer einfachen Finte ins Leere laufen und traf lediglich 10 Sekunden nach Wiederanpfiff aus rund 20 Metern mit einem flachen Schlenzer zum 1:0 auf der anderen Seite.
Starke Reaktion
Doch das Team von Didier Tholot liess sich durch den Rückschlag nicht schocken, im Gegenteil: In der Folge drückten die Walliser nämlich vehement auf den Ausgleich. Ali Kabacalman scheiterte mit seinem Abschluss noch am stark reagierenden Danila Sokol im Tor der Belarussen (27.) und Franck Surdez' Distanzschuss drosch knapp über das Tor (41.).
Kurz darauf war es dann aber erneut Boteli, der seine Skorer-Fähigkeiten unter Beweis stellte. Nach einem haarsträubenden Ballverlust von Egor Rusakov schalteten die Walliser schnell um. Der 19-Jährige kam an der Strafraumgrenze an den Ball, behauptete diesen stark und erzielte in der 42. Minute den verdienten Ausgleich.
Nivokazi scheitert am Pfosten
Nach dem Seitenwechsel liess der Druck des Super-League-Teams dann deutlich nach und so kam der zur Pause eingewechselte Erick Puerto in der 48. Minute zur grossen Chance auf die erneute Führung für Borissow. Dem Honduraner fehlte es im Abschluss allerdings an Druck und Präzision und so konnte sich Anthony Racioppi zum einzigen Mal in der Partie auszeichnen.
Im Anschluss übernahmen die Sittener das Spieldiktat wieder, waren aber nicht mehr so zwingend wie vor der Pause. Baltazars gefährlicher Schuss (52.) wurde geblockt, Liam Chipperfield (68.) und Josias Lukembila (87.) scheiterten an Sokol. Dem 2:1 am nächsten kam aber Rilind Nivokazi, der in der 70. Minute aus spitzem Winkel den Pfosten traf.
So musste sich Sion am Ende aber trotz deutlich mehr Spielanteilen mit dem 1:1 begnügen. Für das Rückspiel vor eigenem Anhang hat man allerdings weiter gute Aussichten auf ein Weiterkommen in die 3. Quali-Runde, wo der Gegner entweder Zimbru Chisinau (MDA) oder Noah Jerewan (ARM) heissen würde.
So geht's weiter
Während es für Sion am Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei YB auch in der Super League erstmals ernst gilt, hat der belarussische Cupsieger am Wochenende spielfrei. Das Rückspiel steht dann am nächsten Donnerstag im Tourbillon (20:15 Uhr live bei SRF) an.