Resultate
3 Punkte beträgt das Schweizer Polster auf Slowenien, den ärgsten Verfolger um den sicheren EM-Startplatz. Das Direktduell am Samstag im Basler St.-Jakob-Park wird damit zum vorgezogenen Endspiel. Mit einem Sieg käme das Team von Vladimir Petkovic der EM-Qualifikation einen grossen Schritt näher.
Slowenien hat vielleicht noch mehr Druck als wir.
Für die Slowenen ist die Partie am Samstag jedoch fast wichtiger als für die Schweizer. Petkovic sieht sein Team deshalb in der komfortableren Situation: «Slowenien hat vielleicht noch mehr Druck als wir. Sie müssen punkten, wenn sie weiter um Platz 2 kämpfen wollen.»
Gewinnen die Schweizer mit mindestens 2 Toren Vorsprung, wären sie kaum mehr von diesem 2. Rang zu verdrängen. Ein Pflichtsieg im Oktober gegen San Marino vorausgesetzt.
Jetzt werden wir wirklich gefordert. Zuletzt spielten wir gegen Teams, die wir alle besiegen mussten.
Für die Schweiz spricht die Substanz. Das Kader besteht inzwischen fast ausschliesslich aus «Söldnern» der besten Ligen Europas. Mit Steve von Bergen und Breel Embolo sind nur noch zwei Super-League-Spieler dabei.
«Gegen die Slowenen wird man sehen, ob wir wirklich Fortschritte gemacht haben», sagt Stephan Lichtsteiner. Das Duell taxiert der Juventus-Verteidiger als Charaktertest: «Jetzt werden wir wirklich gefordert. Zuletzt spielten wir gegen Teams, die wir alle besiegen mussten.»
Vielleicht überschätzten wir uns eine Spur. Wir hatten generell zu viel vor.
Der Routinier hat den zuletzt nervenaufreibenden Auftritt in Litauen (2:1 nach spätem Umschwung) nicht vergessen: «Wir haben etwas gutzumachen.» Dies hatten die Schweizer schon vor einem Jahr. Den Fehlstart unter Vladimir Petkovic mit 2 Niederlagen korrigierten sie mit zuletzt 4 Quali-Siegen in Folge.
«Vielleicht überschätzten wir uns eine Spur. Wir hatten generell zu viel vor. Keiner wollte den neuen Coach enttäuschen, jeder wollte überall sein», sagt Granit Xhaka rückblickend zum missglückten Auftakt in die EM-Qualifikation.
Im Kollektiv zum Sieg
Inzwischen hat sich das Team auch unter Petkovic gefunden. Die Mischung aus Routiniers und jungen Talenten machte das Erfolgsrezept der Schweizer Nationalmannschaft aus. Auch im «6-Punkte-Spiel» gegen Slowenien führt der Weg zum Sieg über das Kollektiv.
Die möglichen Aufstellungen
Schweiz: Sommer; Lichtsteiner, Schär, Klose, Rodriguez; Behrami, Inler, Xhaka; Shaqiri, Seferovic, Mehmedi.
Slowenien: Handanovic; Struna, Ilic, Cesar, Jokic; Kurtic, Stevanovic; Birsa, Kampl, Ilicic; Novakovic.
Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 02.09.2015, 22:20 Uhr