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3. Spiel, 3. Sieg Überzeugender FCZ schlägt auch Leverkusen

  • Der FC Zürich dreht einen 1:2-Rückstand und schlägt Bayer Leverkusen mit 3:2.
  • Mit 9 Punkten nach 3 Spielen dürfen die Zürcher mit der nächsten Europa-League-Runde planen.
  • Weil sich Larnaka und Rasgrad im Parallelspiel der Gruppe A 1:1 trennen, beträgt der Vorsprung des Schweizer Cupsiegers auf Platz 3 satte 8 Punkte.

Es ist nicht überliefert, welche Worte Trainer Ludovic Magnin seinen Mannen in der Halbzeitpause eintrichterte. Eine allzu animierende Wirkung entfalteten sie jedenfalls nicht. Im Gegenteil: Hatte der FCZ den ersten Durchgang dominiert und folgerichtig mit 1:0 für sich entschieden, verfielen die Zürcher nach Wiederanpfiff in Sekundenschlaf. Leverkusen nutzte dies eiskalt aus:

  • Kai Havertz lanciert in der 50. Minute Karim Bellarabi. Dieser hämmert den Ball zum Ausgleich in die kurze Ecke.
  • Nur 2 Minuten später schläft die Zürcher Defensive bei einem Wendell-Einwurf. Der Letzigrund erlebt ein unliebsames Déjà-vu: Havertz auf Bellarabi – Tor.
Legende: Video Leverkusens Doppelschlag abspielen. Laufzeit 01:30 Minuten.
Aus sportlive vom 25.10.2018.

Vom Doppelschlag liess sich das Heimteam keineswegs einschüchtern. Im Gegenteil: Nach Antonio Marchesanos missratenem Zuspiel reagierte Toni Domgjoni am schnellsten und glich zum 2:2 aus (59.).

Doch damit noch nicht genug: Knappe 20 Minuten später jubelten die Gastgeber wieder. Stephen Odey hatte nach wunderbarer Vorlage von Pa Modou eiskalt eingenetzt. Das veränderte auch Magnins Gefühlswelt, zuvor noch in einen hitzigen Disput verwickelt, um 180 Grad.

Legende: Video Magnin präsentiert: Ein Wechselbad der Gefühle abspielen. Laufzeit 01:08 Minuten.
Aus sportlive vom 25.10.2018.

Die hochdekorierte Offensive um Havertz (sein Marktwert ist höher, als der der FCZ-Startelf), Bellarabi, Julian Brandt und Kevin Volland konnte abgesehen von den Toren kaum brillieren. In der Bundesliga nur auf Rang 13, war der Bayer-Elf eine gewisse Unsicherheit deutlich anzumerken.

Von der ersten Sekunde an bereit

Den 3. Zürich-Sieg in der 3. EL-Partie primär auf Leverkusens Unzulänglichkeiten zurückzuführen wäre jedoch vermessen. Die Zürcher zeigten eine taktisch und kämpferisch überzeugende Leistung. In der ersten Halbzeit hätte der Gastgeber deutlicher in Führung gehen müssen.

Schon nach 3 Minuten verpasste Domgjoni gegen Leverkusens Keeper Lukas Hradecky das 1:0. Odey (27.) und Benjamin Kololli (29.) scheiterten ebenfalls nur knapp. So war das einzige Gegentor vor dem Seitenwechsel für den Bundesligisten fast schon schmeichelhaft: Marchesano hatte in der 44. Minute getroffen. Mindestens gleich grossen Anteil hatte Kevin Rüegg mit seiner herrlichen Vorlage – frecher Beinschuss inklusive.

Legende: Video Marchesano schiesst den FCZ in Führung abspielen. Laufzeit 00:47 Minuten.
Aus sportlive vom 25.10.2018.

Das «Letzi» verstummte in der 94. Minute noch einmal kurz, als der Ball im Zürcher Tor lag. Der Schiedsrichter entschied jedoch äusserst gnädig auf Stürmerfoul. Und ermöglichte so den ersten Sieg in der Klubgeschichte des FCZ gegen einen Bundesligisten. Damit steht die Tür in die nächste Runde weit offen. Larnaka und Rasgrad haben nach dem 1:1 je 8 Punkte Rückstand auf Zürich.

Legende: Video Kein Sieger im Duell Larnaka gegen Rasgrad abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus Europa League – Goool vom 25.10.2018.

Sendebezug: SRF info, sportlive, 25.10.2018, 18:40 Uhr

43 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Das war aus Schweizer Sicht eine tolle Europacup-Woche mit starken Lebenszeichen des Schweizer Clubfussballs. YB punktet gegen eine Mannschaft aus der Primera Division, und der FCZ siegt gegen einen Bundesligaclub. Beides sind für Schweizer Clubs seltene Ereignisse, also alles Andere als selbstverständlich. Gratulation an die Beteiligten!
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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Als Fussballverrückter, aber Nicht-YB-oder-FCZ-Fan, geniesse ich jedes internationale Spiel mit Schweizer Beteiligung (samt Mitfreuen oder Mitleiden). Deshalb nervt mich hier das gegenseitige Heruntermachen und Gegeneinander-Ausspielen bei nicht vergleichbaren Umständen und Vorgeschichten. Muss man denn als Fan eines Teams automatisch gegen andere Vereine sein und sich gegenseitig nichts gönnen? Davon abgesehen: Das beste Aushängeschild des Schweizer Fussballs ist für mich die Nati.
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    1. Antwort von Reno Schmid (Reno)
      Bin ich zu 100% einverstanden! Jeder hat seine Meinung und kann diese hier Kundtun. Jedoch bisschen mehr Rückgrat und Respekt wären wünschenswert. Aber da wir wohl beide diese Plattform doch schätzen, müssen wir wohl damit leben, dass es Miesmacher gibt. Um so mehr freue ich mich, wenn jemand den Erfolg anderer würdigen kann, was doch auch hin und wieder gemacht wird einzelner Schreiber. :-)
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  • Kommentar von Martin Schläppi (Tinel)
    Zu Trainer Magnins lautem Wutausbruch: Miserables Vorbild, schlechte Manieren, unflätig, lauthals, unanständig, frech und arrogant. Habe mich für sein Verhalten geschämt! Vielleicht meint er jetzt noch, dass er am gleich folgenden Tor zum 3:2 beteiligt gewesen sei und wird in Zukunft weiter brüllen. Müsste m.A.n. für ein Spiel gesperrt werden (Tribüne!)
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